Wachstum für Bochum: Scanbull ersetzt Nokia

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Mit der Scanbull Vertical Images AG ist jetzt ein erster Investor für die Nokia-Fläche in Bochum gefunden worden.

Die Ansiedlung erfolgt im Rahmen des gemeinsamen Programms “Wachstum für Bochum”, das vor wenigen Wochen zwischen Nokia und der nordrhein-westfälischen Landesregierung vereinbart worden ist. Scanbull zählt laut eigener Aussage weltweit zu den führenden Technologieunternehmen für 3D, 360° Scanner sowie 3D Softwarelösungen und wird in Bochum eine Produktionsstätte für seine neue 3D Scannerproduktlinien eröffnen. Die Investition ermöglicht die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen für die von der Schließung des Nokia Standorts Bochum betroffenen Mitarbeiter.

Scanbull entwickelt, produziert und vertreibt 3D-Scanner, mit denen in Zusammenhang mit einer Computersoftware Gegenstände jeder Größenordnung automatisch dreidimensional erfasst und digital visualisiert für Internet, Medien, Computerspiele und andere Anwendungen in 3D dargestellt werden können.

Das Unternehmen wird auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Nokia Produktions- und Büroflächen übernehmen, um dort Produktentwicklung, Produktion, Verwaltung und Vertrieb aufzubauen. Das Unternehmen hat zugesagt, bei gleicher Eignung vorrangig ehemalige Nokia Mitarbeiter einzustellen und dabei mit der für die ehemaligen Nokia Mitarbeiter gegründeten Transfergesellschaft eng zusammen zu arbeiten.

Scanbull hat seinen Sitz in Hameln und weitere Produktionsstätten in Deutschland. Das Unternhemen wurde 2001 in Nürnberg gegründet und befindet sich seitdem “auf einem stabilen Wachstumskurs” im Markt für 3D-Scanlösungen.

“Bochum bietet für uns ein optimales Umfeld – sowohl was den Standort als auch was die potentiellen Mitarbeiter betrifft. Wir sind froh hier investieren zu können und planen im ersten Schritt rund 150 neue Arbeitsplätze zu schaffen”, kommentiert Manfred Band, CEO von Scanbull. Wissenschaftliche Einrichtungen und Kooperationsunternehmen der Scanbull AG aus den angrenzenden Bereichen werden ebenso in den neuen Scanbull-Räumen angesiedelt. Auf diese Weise wird in Bochum ein wohl weltweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Reale 3D Scan, 3D Shoplösungen bis zu 3D Shoppingmalls geschaffen.

Nokia hat sich bemüht, die von Scanbull benötigten Flächen unbürokratisch zur Verfügung stellen und wird bei der Suche nach Mitarbeitern hilfreich zur Seite stehen. “Bereits im Januar dieses Jahres hat Nokia gesagt, dass wir trotz der schwierigen Entscheidung, den Standort Bochum zu schließen verantwortungsvoll handeln werden. Daher haben wir gemeinsam mit dem Land NRW und der Stadt Bochum das Programm Wachstum für Bochum ins Leben gerufen. Es freut uns sehr, dass mit dem Engagement von Scanbull bereits ein wichtiger Erfolg erzielt werden konnte”, sagt Kristian Pullola, Vice President Treasury, Nokia und Leiter der Arbeitsgruppe “Wachstum für Bochum” bei Nokia.

“Die Ansiedlung dieses Unternehmens der Zukunftstechnologie in Bochum zeigt erneut die Stärke der Region. Das lässt uns positiv in die Zukunft schauen – auch weil Nokia Wort gehalten hat und sich wie versprochen stark für Wachstum und alternative Arbeitsplätze in der Region einsetzt”, erklärte die Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Christa Thoben, heute dazu.

Auch die Stadt Bochum zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung des fränkischen Scanspezialisten. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz ist zuversichtlich, dass weitere Investoren folgen werden:” Wir freuen uns, dass das Programm ‚Wachstum für Bochum’ erste Früchte trägt. Die konstruktive Zusammenarbeit aller macht sich hier bereits bemerkbar.

Die Betriebsratsvorsitzende von Nokia Bochum Gisela Achenbach begrüßte ebenfalls das Engagement von Scanbull und schätzt, dass das Unternehmen nicht nur hochqualifizierte Arbeitnehmer einstellt: “Wir freuen uns insbesondere, dass bei Scanbull rund 40 Prozent der freien Stellen für geringer qualifizierte Kolleginnen und Kollegen vorgesehen sind.”

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