Channel-Zahlen zu Druckern erschrecken deutsche Reseller

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Context-Druckermarkt

Zahlen, die die Distributoren den Marktforschern von Context lieferten, geben Anlass zur Sorge: Es handle sich insbesondere in Deutschland um ein zweistelliges Minus im Druckermarkt. Wer andere Drucker als MFPs verkauft, ist nicht so stark betroffen.

Massiv eingebrochene Druckerverkaufszahlen, so das Marktforschungsinstitut Context, zeigten bis zu zweistellige Minuswerte. Die Meldungen der Distributoren, die Context europaweit auswertet, beziehen sich nur auf Stückzahlen und nicht auf Umsätze wie sie etwa von Gartner oder IDC gemeldet werden.

Mangelnde Verkäufe von Multifunktionsdruckern ziehen den ganzen Druckermarkt kräftig ins Minus – in Deutschland sogar zweistellig. Die Werte des dritten Quartals 2016, über ganz Europa kumuliert, bleiben bei erwarteten minus zwei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Context (Bild: Context)

Die Zahlen für Tinten- und Laser-MFPs seien in ganz Europa um 1 beziehungsweise 4 Prozent rückläufig gewesen, die Märkte für einfache Laser-Drucker aber relativ stabil.

Auf die jeweiligen Länder hin analysiert gab es jedoch bemerkenswerte Abweichungen vom Gesamttrend. Deutschlands Händler sehen den „Ach wenn es mir nur gruselte!“-Wert von Minus 14 Prozent, Frankreich und Spanien dagegen liegen im sonnigen Plus von 19 respektive 8 Prozentpunkten, und auch Italien konnte mit zwei Prozent ein Plus erzielen. Die von Brexit-Angst geplagten Briten aber lagen mit Minus 2 Prozent noch im kleineren Minus.

Dass Deutsche so überreagierten mit ihrer Kaufzurückhaltung sei vor allem dem schwachen Absatz von Multifunktionsdruckern zu verdanken Der Boom von verkauften HP-Geräten im Vorjahreszeitraum und die Rückkehr zur Normalität in diesem Jahr sorgten zudem für einen höheren Minuswert im Entwicklungsdiagramm.

Im stabilen Segment der Laserprinter haben sich die Farbgeräte inzwischen 35 Prozent Anteil an den verkauften Stückzahlen erobert. Das sind zwei Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Schwarzweiß-Laser dagegen sank um 4 Prozent. Der kontinuierliche Übergang auf die Farbdrucker sei auf die fallenden Hardware-Preise und die steigernde Druckleistung der Farbgeräte zurückzuführen, fügt Context an.

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