Cisco vermarktet offenes Security-Framework

Strategie

Handelspartner sollen sich qualifizieren und den Kunden klarmachen, wie sie auf die verschiedenartigsten Bedrohungsszenarien richtig reagieren können – am Besten mit der „Big-Mac“-Lösung des Netzwerkspezialisten.

Auf einer Veranstaltung in München erklärten Cisco Deutschlands Security-Leiter Torsten Harengel und Channel-Direktorin Jutta Gräfensteiner, wie die letzten Cisco-Zukäufe und die bisherigen Anstrengungen im Sicherheitsbereich den Netzwerk-Multi eigentlich zum größten Security-Anbieter mit den schnellsten Reaktionszeiten und umfassendsten Bedrohungs-Erfassungen auf dem Markt machten. Technisch möglich machen soll das ein System, das die verschiedensten Security-Komponenten untereinander kommunikationsfähig macht und dann auf Basis von Policies die richtigen Reaktionen für die passenden Nutzer startet. So können zum Beispiel verdächtige Netzwerkteile automatisiert vom Netz getrennt werden.

Jutta Gräfensteiner (Bild: Cisco)
Schwört den Channel auf Security-Themen ein: Jutta Gräfensteiner, Director Channel und Partner (Bild: Cisco).

Dafür werden Schulungen angeboten – das Arbeiten mit dem Gesamtpaket lasse sich aber in kürzester Zeit erlernen, betont Gräfensteiner. Wie die jüngsten Zukäufe Open DNS und Cloudlock integriert wurden, sei gar nicht so schwer zu verstehen: Alle Komponenten nutzen die offene Schnittstele pxgrid.

Statt sich für unterschiedliche Sicherheitsaspekte auf viele einzelne, oft nicht kompatible Lösungen zu verlassen, die dann alle auf neuesten Stand gebracht werden müssen und dann vielleicht nicht mehr alle miteinander arbeiten können, setzt Cisco daher auf ein Gesamtsystem, das von der Erkennung über die Entferung sowie Reports alle Aspekte auf verschiedensten Vernetzungsebenen (Cloud, LAN, Mobil, PC, IoT und so weiter) abdeckt.

Nun versucht Cisco, die Thematik verstärkt bei den Channel-Partnern zu verbreiten, denn schließlich stammen 98 Prozent der Erträge aus dem indirekten Vertriebskanal. Der Vorstandsvorsitzende des Netzwerkprimus, John Chambers, erklärt seine absolute Priorität für das Thema Sicherheit mit den Worten: „Es gibt zwei Sorten von Unternehmen: Die, die schon gehackt wurden und die, die es noch nicht wissen“. So soll Ciscos System auch versteckte Bedrohungen erkennen – nicht nur durch Scans wie herkömmliche Antivirenprogramme sondern auch durch Aufzeichnungen von Netzwerkaktivitäöten über längere Zeit – und daraus erfolgte Erkennung von Anomalien

Ein großes Expertenteam mit dem Nammn TALOS steht rund um die Uhr bereit – es habe zuletzt 20 Millionen Angriffe täglich entdeckt. Und um zu zeigen, dass Security wichtig ist, hat Cisco seine Geschäftseinheit für dieses Thema mit 5000 Mitarbeitern ausgestattet – und für die Vertriebspartner entsprechende Zertifizierungen eingeführt. In Deutschland habe man derzeit 84 zertifizierte Sicherheitspartner und erwarte bald mehr davon. „Zwei Mitarbeiter in Deutschland stehen für unsere Handelspartner exklusiv für den Bereich Sicherheit bereit“, erklärt Gräfensteiner.

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