Dell-EMC-Europa-Channelchef möchte weniger Distributoren

Strategie
Michael Collins, Channel-Verantwortlicher bei Dell EMEA (Bild: Dell)

Während in Deutschland Dinko Eror (EMC) und Doris Albiez (Dell) schon zusammen Wein trinken gehen und dabei an gemeinsamen Zukunftsplänen tüfteln, plant ihr britischer Europachef schon die „Aussortierung“ von Distributionspartnern.

Michael Collins, der als Europa-Emissär des neuen Megakonzerns Dell-EMC erst sehr fleißig bei Dell den Channel-Umsatz erweiterte, sieht nun nach der erfolgreichen Fusion den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und will die inzwischen länderübergreifend „zu vielen“ Vertragspartner im Vertriebsgeschäft auf ein erträgliches Maß reduzieren. Das betrifft nicht die Händler, sondern setzt den Rotstift eine Stufe höher bei den Grossisten an.

Doris Albiez, Dell-EMC (Bild: Dell)
Muss ihren Vertrieb neu sortieren: Dell-Deutschland-Chefin Doris Albiez.

In Deutschland sind für Dell zur Zeit Ingram Micro, Tech Data und Siewert & Kau sowie im Value-Bereich ADN, Tim, Avnet und Infinigate aktiv. EMC setzt hier nur auf die Value Added Distributoren Avnet und Tech Data/Azlan. Collins will pro Land mit maximal drei lokalen Partnern zusammenarbeiten. Die weltweit aktiven Großhändler sind davon nicht betroffen.

„D&D“ (nicht „Dungeons&Dragons“, sondern „Doris und Dinko“), die hierzulande bisher Dell beziehungsweise EMC vertraten, müssen also nochmals zusammen Wein trinken gehen, um die passenden Distri-Partner nach Collins Vorgaben herauszusuchen.

Der hatte auf einer Veranstaltung in der Schweiz verlautbart: „Wir haben zu viele Distributoren und werden rationalisieren“. So zitiert ihn jedenfalls der Schweizer Dienst inside-channels.ch.

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