Wird die Software-Sparte von HPE für 7,5 Milliarden Dollar verkauft?

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Thomas Bravo, Mehrheitseigentümer von Riverbed, soll 7,5 Milliarden Dollar für HPEs Software-Bereich geboten haben. Das entspricht zwar längst nicht dem überhöhten Kaufpreis von 10,3 Milliarden, den HP einst für den Anbieter Autonomy bezahlt hatte – aber damit holt HPE den Investoren wenigstens einen Teil ihres Geldes zurück.

Die Software-Sparte von Hewlett Packard Enterprise (HPE) soll verkauft werden. Als wahrscheinlichen Investor nennt Nachrichtenagentur Reuters Thomas Bravo..

HPE UK -Mitarbeiterpic in Glassdoor.co.uk

Über den Preis bestehe zwar noch keine offizielle Einigung und HPE erwarte acht bis 10 Milliarden Dollar, doch das beste bisherige Angebot komme eben von Bravo.

Für die Software-Angebote, die etwa die Reihen Arcsight und Vertica aber auch die Zukäufe Autonomy und Mercury Interactive einschließen, bietet der Investor Thomas Bravo 7,5 Milliarden Dollar. Das sei das bisher höchste Gebot für den Verkauf des Unternehmensbereichs, über den schon seit Juli spekuliert wird.

Die Carlyle Group, Vista Equity Partners und TPG Capital sollen ebenfalls Gebote abgegeben haben.

HPE, das sich im vergangenen Jahr durch eine Aufteilung des Unternehmens Hewlett-Packard vom Geschäft mit Druckern und Desktops trennte, will sich auf diese Weise weiter verschlanken und auf besonders wachstumsstarke Segmente konzentrieren, darunter Netzwerke, Storage und Rechenzentren.

Die Software-Erlöse sind seit dem Unternehmenssplit jedes Quartal zurückgegangen, zumal sie unter Druck durch abobasierte Cloud-Angebote (Software-as-a-Service, kurz SaaS) stehen. Fürs Geschäftsjahr 2015 standen unterm Strich 3,6 Milliarden Dollar Umsatz, ein Jahr zuvor waren es noch 3,9 Milliarden Dollar gewesen.

Dieses Jahr hat HPE schon mehrere Geschäftsbereiche abgestoßen. Im April verkaufte es für rund eine Milliarde Dollar den indischen Outsourcing-Dienstleister Mphasis an den Investor Blackstone. Und Ende Mai spaltete es seine IT-Services-Sparte in ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit CSC ab. Die Transaktion hatte einen Wert von 8,5 Milliarden Dollar. HPE hält 50 Prozent der Anteile des neuen Services-Spezialisten.

Dass die Softwaresparte folgen könnte, meldete Bloomberg schon einmal im Juli. Das Segment macht bei HPE derzeit etwa sechs Prozent des Umsatzes aus.

Für die Übernahme von Autonomy hat HPE bereits eine fast vollständige Abschreibung in Höhe von 8,8 Milliarden Dollar geltend gemacht. 2011 hatte HP das britische Unternehmen für über 10 Milliarden Dollar gekauft. HPE wirft ihm nach wie vor Unregelmäßigkeiten bei der Buchhaltung im großen Stil vor. Rund 5 Milliarden Dollar sollen falsch verbucht worden sein.

Auch für Mercury Interactive hatte HP tief in die Tasche gegriffen. Für den Anbieter von Monitoring-Lösungen zahlte es 2006 rund 4,5 Milliarden Dollar. Den Analytics-Spezialisten Vertica übernahm HP 2011 für etwa 350 Millionen Dollar.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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