Schweizer Komponenten-Distributor gibt im Kampf um Farnell nun doch auf

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Raspberry-Geld (Bildkombi: channelbiz.de)

Trotz höherer Geldangebote von Avnet hatte Investor und Distributor Dätwyler noch immer darauf gehofft, Farnell element 14 übernehmen zu können. Am Ende siegen nun aber doch die Zahlen – die Dätwyler-Aktionäre wollten nicht mehr bieten.

Die Dätwyler-Investoren geben in der Übernahmeschlacht um Farnell klein bei. Die Kollegen vom britischen „Channelregister“ berichten, dass ihre Landsleute (von der Firma Farnell element 14) nicht mehr auf den anfangs vorgesehenen Käufer Dätwyler aus der Schweiz hoffen können – nachdem Avnet eine höhere Summe geboten hatte war schon abzusehen, dass Geld die Welt regiert und Distributor Avnet den britischen Hersteller übernimmt.

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Immer am Ball bei Geschäften um britische IT-Unternehmen: ChannelRegister. (Logo: The Register)

Die Teilhaber am Schweizer Distributor, der im letzten Jahr ein Plus von über 30 Prozent erwirtschaften konnte, beschlossen, sich trotz der Möglichkeit, „weitere Schritte zu unternehmen“ (wie es in einem Konferenz-Call hieß) , nicht mehr in eine Bieterschlacht zu stürzen wie sie etwa bei manchen US-Investoren in den letzten Jahren üblich war.

Und obwohl Avnet im vergangenen Jahr noch mit einem kleinen Einbruch der Zahlen umgehen musste, ist man dort sehr siegessícher, denn zusammen mit Farnells „innovativen Online-Services“ und der eigenen Logistik könne man einen „Kundenservice aufbauen, wie ihn niemand anderes bietet“, verlautbart der Distributor.

Das britische Objekt der Begierde hat eben noch mehr zu bieten als nur seinen billigen Selbstbau-Computer Raspberry Pi, mit dem es bekannt wurde. Eine treue Entwicklergemeinde bleibt Farnell zudem erhalten – ganz gleich, welcher Eigner dahintersteckt.

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