Dätwyler und Avnet streiten noch um Farnell

Strategie
Raspberry-Geld (Bildkombi: channelbiz.de)

Obwohl die britischen Aktionäre der Firma um den 25-Euro-Bastel-PC letztlich der höheren Offerte des US-Distributors zustimmten, ist der Firmenkauf noch nicht eingeleitet. Die Schweizer Erstbieter von Investor Dätwyler sehen sich noch im Vorteil: Avnet würde das Geld gar nicht zusammenbringen, sagen die Schweizer.

Die Investoren von Dätwyler sind unbeeindruckt davon, dass Avnet eine höhere Summe für Farnell element 14 bot und insistieren darauf, die bessere Wahl für die englischen Technik-Enthusiasten zu sein, berichtet der britische Dienst Channelregister – dessen Redakteure sind wie das Farnell-Team überzeugte Technik-Enthusiasten und im Grunde überzeugte Europäer ohne Brexit-Belastung.

Register-Channel (Logo: TheRegister.co.uk)
Teilt mit kräftigen Yellow-Press-Worten gegen US-Investoren aus: Der britische Dienst “Channelregister” (Logo: TheRegister.co.uk)

So verteidigen sie in ihrem Artikel die Schweizer gegenüber dem US-Konkurrenten Avnet, denn der habe ja in letzter Zeit Gewinne und Marktanteile verloren, wogegen eine Farnell- und Dätwyler-Kombination zu einem Konzern mit 1,8 Milliarden Schweizer Franken Jahresumsatz zusammenwachsen könne. Und während Avnet-Chef Bill Amelio nach mehr als sieben Prozent Minus eine Restrukturierung ankündigen musste, habe Dätwyler gleichzeitig ein Jahreswachstum von über 34 Prozent gemeldet.

Auf die Zukunftsaussichten gerechnet, so die britischen Journalisten zwischen den Zeilen, sei das Schweizer Angebot eigentlich der bessere Deal.

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