Verizon baut Channel für Enterprise-Geschäft auf

Strategie
Janet Schijns (Bild: Verizon)Janet Schijns (Bild: Verizon)

Bislang hatte das Telekommunikationsunternehmen die Großkunden noch selbst bedient und nur das Consumer-Business per indirektem Vertrieb verkauft. Der Channel soll nun auch das Firmengeschäft anschieben.

Verizon setzt bei Geschäften mit größeren Kunden nun auch auf den Channel. Dieser soll von den Enterprise-Produkten profitieren und dem amerikanischen Telekommunikationsanbieter so mehr Umsatz bringen. Bisher erzielt dieser in der Enterprise-Sparte nur ein Viertel des Umsatzes über Partner, mit dedizierten Partnerprogrammen will Verizon bis Ende 2017 schon 50 Prozent erreichen.

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Verschiedene Modelle für die Handelspartnerschaft berücksichtigen sowohl die klassischen Lösungsanbieter, die Verizons Dienste als Teil ihrer eigenen Services nutzen, als auch das „Vermittlermodell“, in dem der Reseller auf monatlicher Kommissionsbasis arbeitet.

Verizon übernimmt dabei nur die Auftragsabwicklung – womit der Partner keine Techniker ausbilden und Verizon nicht mehr so viele eigene Sales-Leute beschäftigen muss. Den Techniksupport übernimmt dabei Verizon und hat dafür lokale Teams gebildet. In Europa leitet Chris Dixon, Global Technology Leader bei Verizon Enterprise Solutions, das Support- und Service-Team.

Verizon sucht noch weitere Händler im IT- und TK-Bereich, um die Unternehmensdienste wie Virtuelle Netzstrukturen und dergleichen mehr flächendeckend anbieten zu können.

Hinweis: Eine frühere Version des Artikels enthielt die Aussage, dass Verizon den Direkt-Vertrieb komplett aufgeben will. Dem ist aber nicht so. Verizon wird weiterhin einen Direkt-Vetrieb anbieten, der vorwiegend von internationalen Großkunden nachgefragt wird. Beide Vertriebsformen – direkt und indirekt – werden weiterhin Teil der Vertriebsstrategie sein.

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