Ex-Ingram-Micro-Manager Schulz bleibt lieber in Europa

Köpfe
Gerhard Schulz (Bild: ingram Micro)

Gerhard Schulz hatte sich nach 16 Jahren Firmenzugehörigkeit entschieden, den Broadliner zu verlassen. Jetzt gibt er den Grund an: Er sei gebeten worden, im Rahmen einer Ingram-Micro-Neustrukturierung das EMEA-Geschäft aus den USA zu steuern. Er habe das abgelehnt.

Das Geschäft des Distributors Ingram Micro in Europa, Mittlerem Osten und Afrika wird künftig von Mark Snider gesteuert, der bisher die kanadische Niederlassung des weltweit aktiven Grossisten geführt hatte. Schulz sollte Europa aus Irvine in Kalifornien steuern, was er abgelehnt habe, erklärte der scheidende Manager auf einer Pressekonferenz.

Schulz, der seit dem Milleniumswechsel bei Ingram Micro in verschiedenen Top-Positonen arbeitete und den Distributor hierzulande zum Marktführer machte, habe das Angebot des weltweiten Chefs Alain Monié, nach Kalifornien zu gehen, aus persönlichen Gründen ablehnen müssen.

Mit der Übernahme des US-Unternehmens durch die chinesische Tianjin Tianhai im Februar habe dies gar nichts zu tun, erklärte Schulz. Im Gegenteil biete die Akquisition sogar massive Vorteile für das Vertriebsunternehmen.

Schulz selbst werde wohl nicht mehr in dieser Branche auftauchen, erklärte er auf Anfragen, ob er denn zu einem Wettbewerber wechsle.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen