Der Nächste, bitte: HPE erhöht britische Preise

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HPE UK -Mitarbeiterpic in Glassdoor.co.uk

Nach den Computerherstellern steigern nun auch die Dienstleister und Netzwerkausstatter im Vereinigten Königreich ihre Gebühren: Hewlett Packard Enterprise folgt seiner Hardware-Schwester HP Inc und Firmen wie Dell, Asus und Acer. Im Rest Europas bleibt noch alles gleich.

Auch HPE will seine Gebühren im UK hochsetzen, offiziell natürlich nur wegen des Wertverlustes des britischen Pfundes. Schon vergangene Woche hatte der britische Dienst Channelregister davon Wind bekommen, nun ist es offiziell: Server, Storage und Networking kostet „die Insel“ jetzt sechs bis zehn Prozent mehr Pfunde als vor dem Brexit.

Brexi (Bild Barts MS Research Blog)

Seit heute, dem 25.07.2016 lässt Hewlett Packard Enterprise seine Preise in England in die Höhe schießen Damit wartet das Unternehmen nicht mehr auf sein nächstes Geschäftsquartal, das offiziell am 1. August beginnt – die möglichen Währungsverluste wären später für das Unternehmen nicht mehr tragbar gewesen. Weil HPE vergangenes Jahr zudem nicht so viele Server ausgeliefert hatte wie geplant, aber seine Preise dennoch stabil hielt, war der Umschwung nun wirklich nötig.

Ein großer Reseller soll erzählt haben, man wisse noch nicht, ob das die Kunden dazu bringe, 10 Prozent weniger Waren zu kaufen oder ihre IT-Budgets erst einmal anzuheben um die vorherigen Pläne noch umzusetzn. Doch generell habe man schon vor dem Brexit-Referendum eine Verlangsamung des Marktes wahrgenommen. Der x86-Markt sei eh schon „die Toilette heruntergespült“, man habe sich nur gefragt, ob das die Cloud-Alternativen zur Hardware verursacht hätten oder die wirtschaftliche Ungewissheit.

Immerhin: Cisco habe das in Großbritannien schlauer angestellt – man gibt dort die Preise ohnehin in US-Dollars an, kann sich also vor lokalen Preisveränderungen und der Verantwortung für den Währungsverlust drücken.

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