Open Source Im Herzen der digitalen Transformation

News

Das Open Source bei der anstehenden digitalen Transformation eine Hauptrolle spielt, bestätigt sogar Microsoft ausdrücklich. Frank Basinski Director, Partner Programs & Enablement, Red Hat EMEA, gibt einen Wegweiser für den Channel.

Es folgt die Einschätzung von Frank Basinski, Director, Partner Programs & Enablement, Red Hat EMEA: Unternehmen, denen der Umstieg von etablierten IT-Modellen auf eine Technologie der nächsten Generation gelingt, erarbeiten sich damit meist einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Die aktuelle Herausforderung heißt digitale Transformation, und Open Source steht im Mittelpunkt.

In der IT ist die digitale Transformation das Paradebeispiel für eine „disruptive Innovation“; die Art und Weise, wie Unternehmen diesen Prozess meistern, entscheidet über ihren langfristigen Erfolg.

Als Beschreibung für die aktuelle Innovationswelle hat IDC den Begriff „dritte Plattform“ geprägt; sie umfasst Mobile Computing, Cloud-Dienste, Big Data, Analytics und soziale Netze. 2020 werden 100 Prozent des gesamten IT-Wachstums auf diese dritte Plattform entfallen, prognostiziert der Marktforscher. Fest steht, dass die digitale Transformation eine enorme Chance für Technologieanbieter darstellt.
Partner für eine stufenweise Transformation

Obwohl sich bei der digitalen Transformation nicht so sehr die Frage stellt, ob, sondern wann sie stattfindet, darf der Umstieg auf diese dritte Plattform nicht unüberlegt erfolgen: Unternehmen müssen analysieren, wo sie stehen, wohin sie sich entwickeln möchten und was für ihr Geschäft wirklich wichtig ist. Auf dieser Basis sollte die digitale Transformation schrittweise eingeführt werden, damit IT-Spezialisten einfacher erkennen können, welche Lösungen funktionieren und welche nicht. Unabhängig von der Geschwindigkeit der Implementierung benötigen Unternehmen Integration und Interoperabilität, um ihre Transformationspläne umzusetzen, denn sie werden nicht einfach ihre gesamte altbewährte Infrastruktur über Bord werfen. Hybride Umgebungen werden entstehen, in denen alte Strukturen Seite an Seite mit jenen der nächsten Generation existieren. Nun stellt sich die Frage, wie diese Strukturen miteinander verbunden werden können.

Open Source als Herzstück der digitalen Transformation

Neuerungen in den Bereichen Cloud-Dienste, Big Data, Analytics, Mobile Computing und Social Media basieren auf der raschen technologischen Entwicklung. Die Ursache für dieses rasante Tempo liegt darin, dass viele dieser Technologien auf Open Source basieren und gemeinschaftlich von mehreren Communities und Unternehmen entwickelt werden. Open Source ist ein Hauptmotor hinter diesen Veränderungen und den schnellen Innovationszyklen.

Ein Großteil der Cloud-Infrastrukturen etwa beruht auf Linux und auf quelloffenen Technologien. Weitere Beispiele: die Veränderung proprietärer Technologien, etwa alter Unix-Systeme, hin zur Virtualisierungssoftware – oder die Ablösung proprietärer Betriebssysteme durch Linux, das erheblich zur Verbreitung von Standard-x86-Intel-Servern beigetragen hat. Die zunehmende Nutzung von Open-Source-Software fördert in der Folge auch die innovative Entwicklung rund um die digitalen Transformationstechnologien. Die Standardisierung auf Open Source anstelle proprietärer Lösungen wird Unternehmen dabei unterstützen, eine Brücke zwischen der alten und der neuen Welt zu schlagen.
Silodenken überwinden

Im Zusammenhang mit der digitalen Transformation müssen Anbieter ihre Kompetenzen ausbauen und sich überlegen, wie sie ihr Angebot beim Übergang zur von IDC definierten dritten Innovationsplattform ausbauen können. Ihre Kunden stellen immer höhere Erwartungen: sie wünschen sich von Zulieferern einen umfassenden Überblick über Trends und künftige Entwicklungen in der Branche; damit einhergehend verlangen sie auch die Bereitstellung von Komplettlösungen. Dazu zählen nicht nur Hardwarelösungen, sondern auch Betriebssysteme und vielleicht sogar eine Platform-as-a-Service-Umgebung. Im selben Maße sind ISVs gefordert, ihre Software vor Ort sowie virtualisiert in der Private Cloud und der Public Cloud bereitzustellen, möglicherweise sogar als Software-as-a-Service mit „Pay-as-you-go“-Modellen.

Viele Partner von Red Hat konzentrieren sich folglich auf die Cloud-Plattform OpenStack, die sich aktuell zum De-facto-Standard für Private Clouds entwickelt. OpenStack kann die Hürden zwischen Public und Private Clouds überwinden und hybride Cloud-Modelle ermöglichen, die für die Aufrechterhaltung von Flexibilität und Agilität wesentlich sind.

Um Partnern den Wechsel zu neuen Technologien wie OpenStack zu erleichtern, bietet Red Hat Schulungen an und arbeitet mit anderen führenden Unternehmen zusammen, um die Komplexität beim Einstieg in diese Märkte zu verringern. So hat Red Hat Referenzarchitekturen mit Dell, Fujitsu oder Cisco entwickelt, um Installationen für OpenStack-Pilotprojekte einfacher zu gestalten.

Orientierungshilfe im digitalen Minenfeld

Während sich Anbieter aktiv mit der digitalen Transformation befassen und ihre Strategien und Visionen rund um das Thema entwickeln, besteht am Markt noch immer eine hohe Unsicherheit. Viele Unternehmen stellen sich die grundsätzliche Frage, ob sie für die digitale Transformation überhaupt schon bereit sind, oder ob sie über das nötige Wissen verfügen.

Hier sind Schulungen besonders wichtig. Sie helfen Unternehmen, Wissenslücken zu erkennen und die Ressourcen zu finden, die sie benötigen, um die digitale Transformation zu bewerkstelligen. Beispielsweise bietet das Online Partner Enablement Network (OPEN) von Hat rund um die Uhr Zugang zu technischen Informationen sowie Trainingsressourcen. Dies hilft unseren Partnern zu verstehen, wo sie mit ihren Maßnahmen beginnen und wie sie das meiste aus ihren künftigen Investitionen heraus holen können.

Um nicht nur den Paradigmenwechsel zur dritten Plattform zu schaffen, sondern auch damit Erfolg zu haben, muss das Augenmerk verstärkt auf die Rolle der Software gelenkt werden: wenn Hardware und Betriebssysteme standardisiert werden, wird der Wert von Software und von Managementtools in höheren Schichten der Infrastruktur erzeugt. Dadurch können Unternehmen die Vorteile ihrer klassischen Umgebungen und jener der nächsten Generation auf offenere und flexiblere Weise nutzen. Dies vermeidet Vendor-Lock-in und ermöglicht eine rasche Anpassung und Veränderung.