Microsofts Mobilsparte schließt alle Reste in Finnland

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MS-Lumia950 (Bild: Microsoft).

Die Überleibsel der ehemaligen Nokia haben Microsoft wenig gebracht. In Finnland gehen zahlreiche Arbeitsplätze verloren – und für Händler die Möglichkeiz, auch Window-Telefone anzubieten.

Schon im Mai hatte Microsoft die finnischen Angestellten zum vorbereitenden Treffen zum „Exit“ der Softwarefirma aus dem finnischen Telefonproduktionsgeschäft zusammengerufen („MS-Fexit“?), doch das wahre Ausmaß ist erst jetzt bekannt. In den letzten Tagen tauchten Gerüchte über rund 1300 Job-Kürzungen im Web auf, inzwischen sind die Zahlen schon auf rund 1900 angestiegen, laut Nachrichtenagentur Reuters sind es 1850. In Finnland werden es 1350 sein, in anderen Ländern 500.

Microsoft-Logo

Microsoft besitzt mit seinen Smartphone-Betriebssystemen gerade mal ein Prozent Marktanteil, laut Gartner im letzten Quartal sogar weniger. Schon in Microsofts Restrukturierung 2015, als Satya Nadella den Chefposten von Steve Ballmer übernahm, hatte sich das Unternehmen mehr auf das konzentriert, was Geld brachte – und das waren Microsofts Smartphones nicht.

Ein Vertreter der finnischen Gewerkschaften sagte der Nachrichtenagentur klar, dass dies wohl zu einem Ende der Smartphone-Entwicklung bei Microsoft führen werde. Windows 10 würde aber wohl weiterhin für andere Smartphone-Hersteller als Zentrale für ihre Smartphones zur Verfügung stehen.

Microsoft teilt in einem Statement mit, man werdrde die Windows-10-Plattform weiter entwickeln uund die bestehenden Lumia-Mobiltelefone aus eigenem Haus unterstützen. Auf die Frage, ob es irgenwann noch neue Windows Phones geben werde, schwieg Microsoft.

Die Nicht-Windows-“Featurephones“-Sparte von Nokia hatte Microsoft bereits Anfang Juli für 350 Millionen Dollar verkauft. Insgesamt hatte der IT-Riese vergangenes Hahr schon 7 Milliarden Dollar wegen seines früheren Nokia-Kaufs abgeschrieben

Wenn Kunden vom Händler Windows-Smartphones verlangen, um für ihre IT eine einheitliche Plattform nutzen zu können, muss der Reseller seine Kunden auf die Warteschleife setzen – oder alte Lumias verkaufen, die wenigstens noch eine Weile unterstützt werden.

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