Surface und Windows 10 Enterprise im Abo: Microsoft Deutschland vertreibt über Also

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Die auf der Worldwide Partner Conference in Toronto vorgestellten neuen Versionen von Windows 10 Enterprise E3 und E5 sowie das Hardware-Abo „Surface as a Service“ werden in Deutschland über Also an den Handel geliefert werden.

Microsoft setzt auf Abonements – bei Soft- wie Hardware. Das Channel-Modell wird aber auch in Internet-Zeiten beibehalten, wie der Software-Riese auf seiner weltweiten Partnerkonferenz bekanntgab. Microsoft Deutschland hat das Angebot bereits „eingedeutscht“ und als Distributionspartner die Also-Gruppe gewonnen. Interessierte Reseller können sich dort über die Handelskonditionen erkundigen.

Microsoft Surface(Bild: Microsoft)
Microsofts Surce ist jetzt auch im Ao erhältlich (Bild: Microsoft)

Der schon im Vorfeld der weltweiten MS-Partnerkonferenz durchgesickerte Hardware-Abo-Dienst „Surface as a Service“, der Unternehmenskunden Surface-Geräte ab sofort zur Miete anbietet, wird ergänzt um neue Windows-10-Enterprise-Abonnements.

Die Windows-10-Tablets kommen auf Wunsch im Paket mit ergänzenden Cloud- und Software-Lösungen wie Office 365 oder Support-Services. Bei Bedarf können Firmen so auch einfacher auf die jeweils neueste Gerätegeneration umsteigen.

Dazu können Firmen Dienstleistunsgverträge mit Microsoft-Partnern abschließen. Diese stellen dann im Rahmen eines Managed Services nicht nur die gewünschte Software bereit, sondern sorgen auch für den Austausch der Tablets, wenn die nächste Gerätegeneration verfügbar wird.

Auf diese Weise will Microsoft Unternehmen, von kleinen Betrieben bis hin zu multinationalen Großkonzernen, den Zugang zu seinen Surface-Tablets erleichtern. Sie müssen nur noch für Geräte zahlen, die sie auch tatsächlich nutzen. Zudem können sie bei Bedarf einfacher auf eine neue Hardware-Generation umsteigen.

Darüber hinaus hat Microsoft seine im letzten Jahr angekündigte Surface Enterprise Initiative erweitert, deren Ziel ein breiterer geschäftlicher Einsatz der mit Windows 10 laufenden Surface-Tablets ist. Zu den bisherigen Partnern Dell, HP und Avanade/Accenture gesellen sich nun IBM und das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton hinzu. Sie sollen branchenspezifische Lösungen für Firmenkunden bereitstellen.

Windows 10 Enterprise (Bild: Microsoft)
Windows 10 Enterprise soll als Abo-Modell noch mehr Unternehmen ansprechen als bisher (Bild: Microsoft)

IBM wird laut Microsoft seine Expertise in Data und Analytics einbringen, um in erster Linie für die Surface-Geräte optimierte Applikationen für die Finanzbranche und den Einzelhandel zu entwickeln. Booz Allen Hamilton wird hingegen vornehmlich skalierbare und sichere Lösungen für Regierungen, den öffentlichen Sektor und das Gesundheitswesen liefern.

Wichtiger für Unternehmenskunden sind aber noch die neuen Windows-10-Abos: Zumindest die günstigere Variante Windows 10 Enterprise E3 soll künftig auch als Abonnement erhältlich sein. Deutsche Preise sind zwar noch nicht bekannt, dürften sich aber an den amerikanischen orientieren.

Dort soll das Betriebssystem pro Monat und Nutzer 7 Dollar kosten, pro Jahr also 84 Dollar.

Windows 10 Enterprise E3 ist letztlich nur der neue Name für Windows 10 Enterprise. Die andere Version, Windows 10 Enterprise E5, beinhaltet neben dem Betriebssystem auch Windows Defender Advanced Threat Protection. Der neue Dienst soll Unternehmen helfen, Cyberangriffe zu erkennen und abzuwehren.

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Darüber hinaus bietet Microsoft die Enterprise-Versionen seines OS auch im Rahmen einer Suite namens Secure Productive Enterprise an. Dabei handelt es sich um den Nachfolger der Enterprise Cloud Suite. Secure Productive Enterprise E3 beinhaltet neben dem Betriebssystem auch Office 365 E3 und Enterprise Mobility and Security E3. Letzteres ist wiederum der neue Name der Enterprise Mobility Suite. Secure Productive Enterprise E5 umfasst indes Windows 10 Enterprise E5, Office 365 E5 und Enterprise Mobility and Security E5.

Vertreter des Softwarekonzerns bestätigten zudem, dass Kunden von Windows 10 Pro auf Windows 10 Enterprise umsteigen können, ohne dass das System neu gestartet werden muss. Den dazu benötigten Code liefert wahrscheinlich das Windows 10 Anniversary Update.

Zu den offiziellen Preisen und der Verfügbarkeit von Windows 10 Enterprise E3 und E5 hat sich Microsoft allerdings noch nicht geäußert. Die E5-Version soll erst im Herbst zur Verfügung stehen. Ob Windows 10 Enterprise E3 wie anfänglich vermutet zusammen mit dem Anniversary Update am 2. August veröffentlicht wird, wollte ein Microsoft-Sprecher auf Nachfrage von ZDNet.com nicht bestätigen. Microsoft-Partner bieten Windows-10-Enterprise-E3-Abonnements immerhin ab Herbst an.

Kunden, die kein Abonnement für Windows 10 Enterprise abschließen wollen, können Lizenzen für Windows 10 Enterprise E3 auch weiterhin per Gerät im Rahmen der regulären Lizenzprogramme erwerben.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de und Björn Greif ZDNet.de]

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