Avast kauft AVG für 1,3 Milliarden Dollar

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Avast kauft AVG (Logos: Avast und AVG)

Die beiden einst in Tschechien gegründeten Security-Unternehmen werden Eins. Damit setzt sich die Konzentration der Sicherheitsanbieter fort.

Die Sicherheitsfirma AVG, zu der auch Norman Security zählt, ist ab sofort Teil von Avast, verlautbart der neue Eigentümer. Damit zahlt Avast ein Drittel mehr, als AVGs Börsenkurs eigentlich wert ist.

Nachdem schon die Security-VADs in der letzten Woche traumhafte Entwicklungszahlen meldeten, sich aber dennoch durch Kooperationen und Zukäufe auf einen Verdrängungswettbewerb vorbereiten, passiert nun gleiches auch – wieder einmal – im Herstellerbereich. Symantec, in den letzen 20 Jahren wohl durch die größte Zahl von Zukäufen anderer Security-Unternehmen bekannt, groß und mächtig geworden, muss sich inzwischen immer mehr den stärker werdenden Konkurrenten erwehren, die teilweise recht fortgeschrittene Technologien wie etwa Schutzmechanismen für Cloud-Betreiber anbieten (eine der wenig bekannten Spezialitäten von AVG übrigens).

AVG und Avast, beide mit hohen Marktanteilen durch kostenlose Antiviren-Software gesegnet, gehen also nun zusammen. Zusammen erreichen sie nach eigenen Angaben 400 Millionen Installationen ihrer Software, davon 160 Millionen auf mobilen Geräten.

Gute Aussichten auf noch bessere Geschäftsergebnisse mit Security-Software, -Cloud-Services und -Dienstleistungen verstärken den Drang der Anbieter, noch mächtiger werden zu wollen und mit den ganz Großen (wie Symantec) mitzuhalten.

Was sich für die Reseller beider Marken verändert, gaben die Unternehmen noch nicht bekannt – bevor sie ihre Vertriebswege miteinander abstimmen und auf Synergien prüfen, müssen sie erst einmal daran arbeiten, ihre Finanzen und Firmenkulturen zu konsolidieren.

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