Acer-Chairman: Wir werden Preise auch in England halten

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George Huang (Bild: Acer)

Der Vorstandsvorsitzende des asiatischen Herstellers hält die Panik über mögliche Preiserhöhungen wegen des Brexit für unsinnig. Egal ob Euro oder Pfund: Derzeit habe man nicht vor, Produkte teurer zu machen.

Nachdem Branchenanalysten vor Preiserhöhungen nach dem Brexit warnten und Dell dies tatsächlich umsetzte, gibt Acers Vorstandschef Entwarnung für den Erwerb seiner Waren. Vorsichtiges Management habe den Konzern davor bewahrt, überstürzt reagieren zu müssen. Auch im zweiten Quartal 2016 bleibe daher noch alles beim Alten. Zumindest noch in den nächsten 1 bis 2 Monaten. Zu den Aussichten im 3. Quartal wollte er noch kleine Stellung nehmen.

Acer-Logo-neu 2016 (Logo: Acer)

Man könne mit dem sinkenden Euro und dem abstürzenden Pfund immer noch gut wirtschaften. Wie sehr sich die Marktsituation aber auf die Profitmargen des Handels auswirken werde, wollte er nicht kommentieren.

Und unabhängig von den Marktbedingungen hat Acer zu den unveränderten Preisempfehlungen heute sein neues Aluminiun-Case-Design-Notebook X3 vorgstelllt. Es soll für 480 Euro im europäschen Markt ab September erhältlich sein, für 699 Dollar ab Oktober in Nordamerika.

Huang, der Acer-Gründer Stan Shih nachfolgt, führt die Unternehmensgruppe so fort, wie sein Mentor und jetziger „Ehrenvorsitzender“ sie nach seiner Interimszeit zur Sanierung des angeschlagenen Unternemens hinterlassen hatte. Shih hatter nach seinem Abgang im Jahr 2004 später – 2013 – wieder das Ruder übernommen und 2015 schon mal verlautbart, er stünde einem Verkauf der Firma nicht im Wege. Bei Acer, wieder generalüberholt trotz PC-Krise, durfte Huang in die Fußstapfen seines Vorbilds treten – und agiert ebenso zurückhaltend und vorsichtig wie Shih.

Aber: Wenn der gesamte Mitbewerb die Preise erhöhe, werde er dem Vorbild vielleicht doch noch folgen. Bei 30 Prozent des Umsatzes aus Europa könnte dies kurzfristig viel Geld in die asiatischen Taschen spülen – langfristig könnten dann aber die europäischen Hersteller wie Medion und Konsorten profitieren. Huang muss also noch ein wenig abwarten.

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