Fujitsu England wirft Distributoren aus dem Programm

Strategie
Fujitsu UK (Bild'er: Fujitsu, Wallpaper Cave, channelbiz.de)

Der englische Grossist Entatech war zu sehr auf britische Händler fokussiert, und Ingram Micro sowie Arrow bekommen nur noch eine Chance, ihre gesamteuropäische Ausrichtung zu beweisen.

Der UK-Händlerdienst Channelweb berichtet von Fujitsus radikaler Eindämmung seiner Vertriebswege, denn der Hersteller möchte sich auf cross-europäisches Enterprise-Geschäft konzentrieren.

Immerhin, so titelt der Dienst, dürfen Arrow imd Ingram Micro noch ein wenig bleiben, um ihre Ausrichtung den Umständen azupassen. Entatech jedoch muss raus. Die beiden Testkandidaten haben ohnehin neues Führungspersonal, das noch eine Chance bekommt, sechs Monate lang seinen Wert zu beweisen.

Die Entscheidug für Entatechs Aus wurde förmlich per Post mitgeteilt, die Ergebnisse des Distributions-Reviews aber noch vor den zwei Broadlinern zurückgehalten – sie sollen ihren neuen Managern die Zeit lassen, sich anzupassen.

Fujitsu legt Wert auf die Qualität der Kunden und glaubt, trotz des Umsatzerfolgs sei man erstmal „over-distributed“. Vermutlich hat der Hersteller Angst vor zu vollen Lagern und mehr Arbeit durch niedrige Kundenqualität. Die besten Ergebnisse habe man aber mit Tech Data und Exertis erzielt.

Dave Stevinson, Managing Director von Entatech: “Natürlich waren wir sauer. Wir haben viel Neugeschäft für Fujitsu generiert und eine loyale und vertrauenswürdige Händlerschaft“. Seinen Fokus auf England aber will er nicht aufgeben. Immerhin bewundert er die Leute von Fujitsu und wünscht ihnen „viel Erfolg mit ihrem massiv reduzierten Channel“. Stevinson will auch eine positive Übergabe der Reseller organisieren und fügt an: „Wir werden unsere Anstrengungen und Energien auf Anbieter legen, die unserem Produktfokus entsprechen“-

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen