Security ist Dienstleistersache: 46 Prozent der deutschen Firmen lagern sie aus

Trends
Marc Fliehe, Bitkom (Bild: ITespresso)

Fast die Hälfte der hiesigen Industrie-Unternehmen setzen ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen mit Hilfe externer Dienstleister um, ergab eine Bitkom-Umfrage.

Service-Anbieter im Bereich IT-Security haben eine dauerhafte Einnahmequelle: In der deutschen Industrie arbeitet knapp die Hälfte der Unternehmen (46 Prozent) bei der Umsetzung digitaler Sicherheitsmaßnahmen mit einem externen IT-Dienstleister zusammen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 504 Unternehmen des produzierenden Gewerbes ab zehn Mitarbeitern.

Security-Symbolbild (Quelle: Shutterstock)

Bei einem Viertel (24 Prozent) übernimmt demnach ein externer Dienstleister sogar die gesamte Verantwortung für die IT-Sicherheit. Bei einem Fünftel (20 Prozent) sind sowohl die eigene IT-Abteilung als auch ein Dienstleister involviert. In 56 Prozent der Unternehmen kümmert sich ausschließlich die eigene IT-Abteilung um das Thema Sicherheit.

“Sicherheitsdienstleister können mit ihrem speziellen Know-how einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Unternehmen leisten”, kommentiert Marc Fliehe, IT-Sicherheitsexperte des Bitkom. Die Services umfassten unter anderem Beratungsleistungen, die Implementierung spezieller Software sowie die Wartung von IT-Sicherheitssystemen. Auch bei der Bewertung und dem Test der eigenen Schutzmaßnahmen könnten Dienstleister einen wichtigen Beitrag leisten.

Ob Unternehmen mit externen Partnern zusammenarbeiten, hängt laut der Umfrage kaum von ihrer Größe ab. 46 Prozent der kleineren Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitern, 49 Prozent der mittleren Firmen mit 100 bis 499 Beschäftigten und 42 Prozent der großen Unternehmen mit 500 und mehr Angestellten arbeiten in Sachen Sicherheit mit IT-Dienstleistern zusammen.

Security (Bild: Shutterstock)

Eine zunehmend wichtige Rolle spielen in der Wirtschaft laut Bitkom Sicherheitsanwendungen, die per Cloud Computing über das Internet bezogen werden. Nach den Ergebnissen der im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG durchgeführten Studie “Cloud-Monitor 2016” bezieht fast ein Drittel (29 Prozent) der Public-Cloud-Nutzer in Unternehmen Sicherheitsdienste aus dem Netz.

“Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen ist Security as a Service aus der Cloud eine Alternative zum Do-it-yourself-Ansatz”, sagt Fliehe. Das Vertrauen in die Sicherheit der Daten sei das wichtigste Kapital der Cloud-Provider. Entsprechend stark investierten die Anbieter in technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen.

Für die Umfrage zur Zusammenarbeit mit Sicherheitsdienstleistern hat Bitkom Research Interviews mit Führungskräften durchgeführt, die für den Schutz ihres Unternehmens verantwortlich sind. Dazu zählten Geschäftsführer sowie Verantwortliche aus den Bereichen Unternehmenssicherheit, IT-Sicherheit oder Risikomanagement.

[mit Material von Björn Gref, ZDNet.de]

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen