Hat ElectronicPartner seinen Zenith erreicht?

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Electronicpartner (Bild: Electronicpartner)

Das erste Mal seit längerer Zeit wuchs der Umsatz des Handelsverbundes nicht mehr. Erreicht die Schwäche der PC-Branche jetzt den Unterhaltungselektronik-Handel?

Trotz rückläufigem Umsatz „wächst die Fachhandelsmarke „EP:“, meldet die Verbundgruppe und verkündet kurz nach der nicht ganz so euphorischen Jahresmeldung etwas kecker die „Trends und Impulse“ für den Handel in der Zukunft. Auch, wenn der Kernmarkt Deutschland im vergangenen Jahr mit 1,57 Milliarden Euro einen Zentralumsatz unter Vorjahresniveau erreicht habe, sei man zufrieden. Vorher hatte man noch Wachstum verzeichnet, aber das ist wohl aus, sagen die aktuellen Zahlen. Das Unteernehmen legt jedoch Wert darauf, dass die Marke und die Verbundgruppe zwei verschiedene Paar Schuhe sind: Die Marke “EP:” konnte in der Tat Wachstum gegen den Markt verzeichnen – aber eben mit weniger Umsatz.

ElectronicPartner-Logo (Bild: ElectronicPartner)

Der kleine Rückgang sei vor allem auf die Zusammenlegung des Mobilfunkgeschäfts zurückzuführen; ein dreistelliger Millionenbetrag wird jetzt eben nicht mehr bei ElectronicPartner verbucht, sondern bei Sparhandy.

Der Gesamtumsatz der Verbundgruppe mitsamt Auslandsaktivitäten liegt mit 1,96 Milliarden Euro nur zwei Prozent niedriger als im Vorjahr. Bei einem Plus von 2,6 Prozent der nichtdeutschen Geschäfte (388 Millionen Euro) ist aber klar zu sehen: Im Kernbereich Deutschland ist das Ende der Fahnenstange vorerst schon erreicht – aber nur an den reinen Zahlen gemessen.

Die beginnende Schwäche liegt vor allem am IT- und Multimediabereich, wo die reine IT ohne Unterhaltungselektronik vertreten ist. Im vergangenen Jahr habe es vor allem wegen Auslaufen des Windows-XP-Supports noch ein größeres Plus als sonst gegeben. Gut liefen Weiße Ware bei Elektroklein- und Großgeräten. Fernseher haben sich wie erwartet nicht mehr so gut absetzen lassen. Auch das Geschäft mit Mobilfunk-Hardware sei abgeflaut.

Aber man habe ja eine „Qualitätsoffensive“ angestoßen, die bereits eine Weile läuft – und zusätzlich zu all den handelsunterstützenden Maßnahmen mehr als 90 EP:-Fachgeschäfte umgebaut. Nur der Systemhaus-Verbund Comteam hat wegen der nicht mehr auftretenden XP-Ablösung etwas geschwächelt – im Vergleich zum überdurschnittlichen Vorjahr.

Auf der EP:-Jahresveranstaltung am vergangenen Wochenende sprach Vorstand Karl Trautmann von neuen Impulsen: Sicherheit im vernetzten Zuhause, knallbunte Standmixer für Smoothie-Fans oder die aktuelle Generation der besten Smartphones ergäben gute Chance für eine positive Zukunft, hieß es auf der ElectronicPartner-Jahresveranstaltung vor mehr als 11.000 Besuchern.

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