Cloud-Service prüft Preise auf Konkurrenzfähigkeit

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Ein Dienst von IBM hilft, den richtigen VK zu finden, indem er die Angebote von Konkurenten durchforstet. Er bezieht zudem verschiedene Faktoren in die Preisanpassung ein.

„Big Blue“ offeriert jetzt einen SaaS-Dienst, der hilft, die Preise an die Kundenwünsche so anzupassen., dass sie kompetitiv bleiben und trotzdem noch Einkäufe generieren. Der Preisfindungs-Service von IBM soll sdie Frage, ob man zu teuer oder zu billig Ware oder Dienstleistungen verkauft, weitgehend automatisiert beantworten.

Der neue Cloud-Service vor, der den optimalen Preis einer Ware bestimmen kann, heißt ‘Dynamic Pricing‘ und vergleicht die eigenen Preise mit denen der Konkurrenten und warnt, wenn man selbst zu teuer wird. Auch wenn potentielle Käufer den virtuellen Einkaufswagen auf den letzten Klicks vor der Kasse stehen lassen, könne die Lösung helfen, verspricht IBM.

Dynamic Pricing (Bild: IBM)

Dabei werden verschiedene Faktoren, über die sich die Nachfrage bestimmen lassen, mit in die Preis-Analyse einbezogen. Dazu gehören Marktnachfrage, Preise der Konkurrenten, Lagerbestand, finanzielle Ziele, das Wetter, die Jahres- und auch die Tageszeit.

So könnten Online-Händler beispielsweise bei Produkten mit geringer Verfügbarkeit und hoher Nachfrage die Preise leicht nach oben hin anpassen. Natürlich sind auch Preissenkungen denkbar.

“Preise sind immer ein kritischer Punkt, um Verkäufe anzukurbeln. Aber es ist nicht in jedem Fall die beste Lösung auf die Preisänderungen der Konkurrenten zu reagieren. Mit IBM Dynamic Pricing können Händler intelligent festlegen, auf welche Änderungen sie antworten sollen und wie und welche man vielleicht besser ignorieren sollte, alles basierend auf die möglichen Auswirkungen auf das Geschäft”, heißt es von IBM. Wenn es Sinn macht, Anpassungen zu tätigen, dann mache die Lösung automatisch Preisvorschläge in Echtzeit.

IBM gibt das Beispiel eines Konkurrenten, der ein wichtiges Produkt um 15 Prozent verbilligt. Die Lösung aber kalkuliert, dass man auch mit einer Preissenkung von 8 Prozent noch konkurrenzfähig ist und dabei auch noch seine Margenziele erreichen kann. Dann würde die Lösung den Preis online automatisch anpassen.

“Zu jedem Zeitpunkt ist ein Händler nicht mehr als einen Klick weit davon entfernt, einen Kunden online zu verlieren”, kommentiert Stephen Mello, Vice President, IBM eCommerce & Merchandising. “Dieses intuitive und dynamische Pricing-System, verbessert die Visibilität dessen, was im Markt passiert und erlaubt es, Entscheidungen zu treffen, die für ihr Unternehmen und die Kunden am besten sind.”

In einem Video präsentiert IBM die Funktionsweise:

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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