Strategie

Zertifizierungsprogramm für Cloud Foundry soll Cloud-Dienste portabler machen

Coud-foundry- Fundation (Bild: Linux Foundation)
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Das Zertifizierungsoprogramm für den Cloud-Standard der Linux Foundation ist gestartet. Anbieter wie SAP, HPE, IBM und Huawei haben bereits ihre Produkte für die Cloud-Technologie Cloud Foundry zertifiziert. Das anspruchsvolles Zertifizierungsprogramm gibt Kunden mehr Sicherheit, nicht einem „Hersteller-Lock-in“ zu erliegen.

Wer Clouddienste weiterverkauft, kann beim Kunden nun mit Zertifizierungs-Labels wichtiger Hersteller auftrumpfen. Denn Dienste, die diesen Prüfungsprozess durchlaufen haben, können für sich in Anspruch nehmen, portabel zu sein. Wer also virtuelle Rechner und gerostete Anwendungen beim einen Dienst kauft, kann sie später auf einen anderen zertifizierten Service umziehen.

Cloud-Foundy-Certified-Logo (Bild: Linux Foundation)

Die Cloud-Foundry-Zertifikate sollen die Portabilität von Programmen auf verschiedenen zertifizierten Cloud-Foundry-basierten Plattformen und Services sichergestellen, wie die Stiftung in einem Blogbeitrag mitteilt.

Damit will Cloud Foundry Foundation einen weltweiten Industriestandard für Plattform-as-a-Serivce (PaaS) etablieren. Erste Mitglieder dieses  Programms sind IBM, HPE, Pivotal, SAP, Swisscomm und CenturyLink. Zertifizierte Anwendungen sollen dann auch in einer Multi-Cloud- und Multi-Vendor-Umgebung portierbar sein.

Die ersten Produkte, die diese Zertifizierung bekommen sind CenturyLinks AppFog, HPE Helion Cloud Foundry, Huawei FusionStage, IBM Bluemix, Pivotal Cloud FoundrySAP HANA Cloud Platform und die Swisscom Application Cloud. Mit diesem Zertifikat belegen die Anbieter, dass ihre Produkte alle die gleiche Cloud Foundry Software als Basis haben. Die Produkte müssen diese Zertifizierung, für die die Stiftung strenge Parameter vorgibt, jedes Jahr neu durchlaufen.

Cloud Foundry Foundation (Logo: Linux Foundation)

Die Cloud-Technologie Cloud Foundry wird unter der Apache-2-Lizenz von insgesamt 55 Unternehmen weiterentwickelt. Zu den Mitgliedern zählen IT-Unternehmen wie EMC, SAP, VMware oder IBM, aber auch andere wie etwa Atos, Accenture, Fujitsu oder auch GE, Bloomberg, Swisscom oder Verizon. Die Plattform kann On-Premise und in der Cloud eingesetzt werden. Als Public-Cloud-Services werden derzeit Microsoft Azure, Amazon Web Services, OpenStack sowie verschiedene Rechenzentrums-Infrastrukturen unterstützt.

“Mit der Cloud Foundry Zertifizierung der SAP HANA Cloud Platform und unserem Mitwirken im Cloud Foundry Certification Program, können wir unseren Kunden und Partnern ständig Cloud-basierte Innovation in einem quelloffenen Umfeld anbieten”, kommentiert Dirk Basenach, Senior Vice President, SAP HANA Cloud Platform and Platform Security bei SAP. Damit könne SAP die Portabilität von Anwendungen und Fähigkeiten über Cloud-Services und On-Premises-Produkten hinweg ermöglichen.

Pivotal hatte den Code von Cloud Fundry vor rund einem Jahr in eine Stiftung umgewidmet.

(Bild: -linux Foundation)

 
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[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

Manfred schreibt seit 30 Jahren über Computerthemen aus verschiedenen Blickwinkeln. Das wird aber nie langweilig, denn die Branche entwickelt sich so rasant, dass es immer etwas Neues zu lernen gibt.