Zwei Drittel der deutschen Online-Shopper bestellen Waren nur hierzulande

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Online-Shopping-E-Commerce (Bild: Shutterstock-dencg)

Die meisten E-Commerce-Nutzer ordern ihre Ware nicht gern im Ausland. Dazu muss schon der Preis – einschließlich Versandkosten – billiger sein als bei lokalen Anbietern.

Statistikportal Statista meldet, dass die wenigsten Deutschen im grenzüberschreitenden Web Waren aus dem Ausland bestellen. Die Statistiker stellen in ihrer Grafik dar, in welchen Ländern am ehesten der Schritt in andere Nationen gewagt wird, wenn es die gewünschten Produkte hier nicht gibt.

Die Daten gehen aus einer Studie hervor, die Ipsos im Auftrag von Paypal erstellte. Lediglich in Japan (88 Prozent) und den USA (78 Prozent) kaufen die Verbraucher noch weniger grenzüberschreitend ein

Wenn einer etwas unbedingt braucht, holt er es sich wohl lieber im Heimatland, schon weil die Vertriebsgesetze auf landesweiter Ebene die Anbieter vom Betrug abhalten.

Onlineshoppimg im Ausland (Bild: Statista)

Wer sich am meisten zutraut, sich seine Waren von anderswo zu holen, sind die Russen: Immerhin acht Prozent fühlen sich bei Bestellungen im Ausland genau so gut oder besser bedient als in der Heimat.

Bei den 31 Prozent der deutschen Online-Shopper, die in den letzten 12 Monaten im Ausland eingekauft haben, sind die USA, Großbritannien sowie China am beliebtesten. Die Vertriebs- und Zollkosten sowie die oft nicht komplett angegebenen Mehrwertsteuern (so hat etwa jeder US-Bundesstaat seine eigene VAT, also „Value Added Tax“) werden von den wenigen „Abtrünnigen“ aber oft unterschätzt. So wird der vermeintlich halbe Preis leicht zum doppelten.

Ein Pluspunkt für den deutschen Online-Handel, der gesetzlich verpflichtet ist, wirklich alle enthaltenen Kosten zu nennen. Selbst hohe Versandkosten ins Ausland muss der deutsche Handel angeben, wenn er angefragt wird.

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