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Trend: Windows-10-Rechner lösen im Verkauf ältere Systeme ab

Windows 10 Context (Bilder: Microsoft und Context)
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Nach langem Zögern vieler Käufer – zumal Windows 10 für Nutzer bisheriger Hardware kostenfrei war – hat sich der Absatz der Rechner mit vorinstalliertem neuen Windows im vierten Quartal 2015 nun doch gesteigert. Das betrifft vor allem die Auslieferung an die Distributoren.

Die Distribution nimmt den Herstellern mehr Windows-10-PCs ab als bisher. Den ersten Nachfrage-Boom meldete Asus weltweit schon im August, doch die zögerlichen Deutschen nahmen sich Zeit: Wozu einen neuen Computer kaufen, wenn der alte mit Windows 10 läuft?

Inwieweit die Händler selbst schon die Lager mit alten Windows-7- und Windows-8.1-Rechnern leergeräumt haben, geht aus den Zahlen des Marktforschungsinstituts Context noch nicht hervor. Seine aktuellen Beobachtungen im „Channelwatch“ nehmen vor allem den Absatz von Windows-10-Rechnern über die westeuropäischen Distributoren in Augenschein. Und da sieht es sehr rosig aus: 187.000 Windows-10-Rechner liefen im Oktober über europäische Ladentische. Mit den kostenfreien Updates zusammen macht das einen Marktanteil von 34,5 Prozent für Windows Home 10 und 14,7 Prozent für das Business-Segment.

In den ersten beiden Novemberwochen seien sogar mehr als 346.000 Windows 10-PCs ausgeliefert worden. HP, Lenovo, Asus und Acer hätten die Channel-Transformation von Windows 10 Home vorangetrieben. Den Löwenanteil machten die Notebooks aus, wobei HP, Lenovo und Fujitsu die meisten neuen Systeme geliefert hätten. Allerdings, so meint Context-Analystin Marie-Christine Pygott, gäbe es im Handel noch immer hohe Lagerbestände mit alten PCs. Die Europäer steigen eben nicht so schnell auf Neues um wie die US-Amerikaner.

Manfred schreibt seit 30 Jahren über Computerthemen aus verschiedenen Blickwinkeln. Das wird aber nie langweilig, denn die Branche entwickelt sich so rasant, dass es immer etwas Neues zu lernen gibt.