Produkte

MKS meistert Herausforderung

mks-Michael-Kempf_Vorstandsvorsitzender_MKS-AG
0 0 Keine Kommentare

ERP-Anbieter MKS hat mit MKS Goliath.NET eine völlig überarbeitete Version seiner Software herausgebracht.

Es war eine schwierige Geburt. MKS hat in die Entwicklung von MKS Goliath.NET viel mehr Zeit und Ressourcen investiert als ursprünglich geplant. Michael Kempf, Vorstand von MKS, erklärt: „Ich hatte keine Alternative, als intensiv die Fortentwicklung von MKS Goliath.NET voranzutreiben. Nur mit diesem personellen und finanziellen Aufwand war es möglich, weiter voran zu kommen. Es hat viel länger gedauert als geplant, aber dafür haben wir wirklich alles komplett neu und zukunftsfähig gemacht.“ Hintergrund ist, dass Microsoft den Support für die Datenbank Foxpro eingestellt hat, auf dem die alte Version der MKS-Software beruhte, die speziell auf die Bedürfnisse von Systemhäusern zugeschnitten ist. Mit dem Wechsel auf die aktuelle Datenbank Microsoft SQL Server hat der Microsoft-Gold-Partner MKS auch eine Generalüberholung aller Funktionen in Angriff genommen und für die Cloud vorbereitet. Eine enge Verzahnung gibt es bei MKS Goliath.NET mit anderen Microsoft-Produkten wie Exchange und Sharepoint.

Die Entwicklung von MKS Goliath.NET dauerte etwa fünf Jahre. An der Entwicklung waren 15 Mitarbeiter beschäftigt. Die Kosten werden mit etwa 4,2 Millionen Euro beziffert. Während dieser Phase waren 15 Systemhauspartner involviert. Sie brachten ihre Erfahrungen aus bisher installierten Versionen von MKS Goliath ebenso ein, wie ihre Anforderungen und Wünsche an die neue ganzheitliche Warenwirtschaft ein. Außerdem wurden die speziellen Anforderungen aus der Systemhauspraxis bei der Entwicklung berücksichtigt. Eine neue Benutzeroberfläche erleichtert die Bedienung. Kempf sieht als Alleinstellungsmerkmal, dass Business Intelligence im Standardprogramm integriert ist und eine größere Integrationstiefe bietet als Wettbewerbsprodukte. „Wir verbergen die Komplexität hinter der Benutzeroberfläche,“ berichtet Kempf. Im neuen MKS Goliath.NET wurden mehr als 430 verschiedene Szenarien und 60 Prozesstemplates definiert. MKS Goliath.NET ist Cloud-fähig. Ab 2016 können die MKS Kunden die Terra-Cloud von Wortmann nutzen. Derzeit nutzen etwa 80 Kunden MKS Goliath.NET. Kempf ist zuversichtlich, dass sich die Mühe der Neuentwicklung gelohnt hat: „Die Resonanz und Loyalität unserer Kunden ist sehr gut. Ich beneide unsere Wettbewerber nicht, die eine ähnliche Modernisierung ihrer Software erst noch vor sich haben.“

Die MKS Akademie bereitet Kunden und Partner auf MKS Goliath Net vor. Die Akademie veranstaltet etwa 220 Termine im Jahr. Grundsätzlich werden die Termine als Online-Trainings (ähnlich Webinare) angeboten. Die Kunden erwerben beispielsweise für 1200 Euro zwei Pakete zu insgesamt 24 Stunden. Das bedeutet: pro Stunde 50 Euro. Dieser Umfang ist in der Regel notwendig, um umfangreich und intensiv geschult zu werden. Die Teilnehmerzahl liegt zwischen sechs und 15 Kunden. Zehn bis 20 Prozent der Kunden nutzen Direkt-Trainings.

„Viele unserer Kunden hatten auf das Produkt bereits gewartet. Seit der CeBIT im März ist die Nachfrage sehr schnell und deutlich angestiegen. Jetzt sind wir mit voller Kraft dabei, die Aufträge abzuarbeiten“, betont Kempf.

Durch die Expansion des Unternehmens wurde es notwendig, „dass wir möglichst schnell zusätzliche Mitarbeiter einstellen können beziehungsweise neue verantwortliche Positionen schaffen, vor allem in den Bereichen Geschäftsführung und Marketing, sowie im Vertrieb, im Bereich Projekte und für die MKS Akademie“. Derzeit beschäftigt die MKS mit den Neueinstellungen 40 Mitarbeiter, davon 34 am Standort Friedrichshafen.

Neu in der Geschäftsführung und im Marketing ist Onur Dinc, der diese Abteilung als Assistent der Geschäftsführung und Leiter Marketing sowie das Unternehmen als Vertretung im Bereich Projektcontrolling/Akademie verstärkt. Dinc kennt das Softwareunternehmen bereits aus seiner Studienzeit zum B.Eng. Wirtschaftsingenieur als Werkstudent. Ebenfalls neu im Team ist Florian Krebs, der IT-Projekte leitet und zugleich den Leiter des Bereichs Akademie, Andreas Stötzner, vertritt. Krebs war zuvor Projektverantwortlicher eines ERP-Flottenmanagementsystems. Und für den Unternehmensbereich Projektcontrolling und Vertrieb Innendienst sowie Akademie wurde der gelernte Bankkaufmann und MBA Lars Runge verpflichtet. Runge ist für das Projektcontrolling, Akademie und Vertriebs Innendienst zuständig.

„Mit dem bestehenden und erfahrenen Team sowie unseren neuen Mitarbeitern sind wir für eine weitere innovative Expansion des Unternehmens und der damit verbundenen hohen Kundenbetreuung sehr gut aufgestellt.“ Gleichzeitig wird der ERP-Spezialist weitere IT-Spezialisten einstellen. Allerdings, so Firmenchef Kempf, ist der Arbeitsmarkt in diesem Umfeld nach wie vor sehr angespannt. „Es ist nicht einfach, gute neue Mitarbeiter zu finden.“