Nach 24 Jahren: Oliver Ahrens verlässt Acer

Köpfe
Oliver Ahrens (Bild: Acer)

Einst etablierte er Acer in Deutschland, später verantwortete Ahrens den gesamten asiatisch-pazifischen Raum für das Hardware-Unternehmen. Corporate President und CEO Jason Chen übernimmt wieder.

Der Grund für den Weggang des Acer-Veteranen aus Deutschland wurde nicht kommuniziert – doch nachdem Acer-Gründer Stan Shih in Taiwan angesichts des weltweiten Rückgangs im PC-Business einmal erklärte „Wir werden der letzte herausragende Fels in der Brandung der PC-Branche sein“, ist es durchaus möglich, dass Ahrens die Verantwortung für die letztlich doch auftretenden Rückgänge bei den Einnahmen übernimmt.

Die Quartalsumsätze im dritten Quartal 2015 waren im Vergleich zum selben Quartal 2014 um bemerkenswerte 21,5 Prozent auf 2,03 Milliarden Dollar gefallen. Die Bruttomarge fiel um 2,4 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal auf 8,1 Prozent. Das ergibt einen Verlust von 21,26 Millionen Dollar. 

Im riesigen Konzern, aus dem auch schon andere Großunternehmen wie etwa die BenQ-Gruppe entstanden waren, übernimmt nun wieder der Gesamtchef Jason Chen das Ruder für China, Taiwan und die Region Asien/Pazifik, berichtet Acer in einer Mitteilung.

Ahrens, der 1991 als Geschäftsführer bei Acer Deutschland startete, errichtete für den Hersteller in verschiedenen Positionen stabile Geschäfte in den Regionen EMEA, China und später dem gesamtasiatischen Raum.

Acer dankt in seiner Mitteilung dem Veteranen für über zwei Jahrzehnte gute Leistungen im Unternehmen.

Nachtrag am 13.11.2015: Heute meldet der taiwanessche Branchendienst Digitimes, dass Acer-Gründer Stan Shih öffentlich kommentierte, Ahrens hätte nicht in die Firmenkultur gepasst. Sein Fortgang sei gut für die Firma.

Shih kann sich erlauben, so harsche Worte zu sprechen. Einheimische erklären locker: “Acer besitzt halb Taiwan”.

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