Währungsprobleme: Ingram Micro steigt verstärkt in Mehrwertleistungen ein

Strategie
Ingram Micro Investor Relations (Bild: Ingram Micro)

Der Großdistributor hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2015 veröffentlicht. Plötzlich sehen die Finanzdaten nicht mehr so erfreulich aus wie erwartet: Die Währungsschwankungen haben die internationale Bilanz verhagelt.

Broadliner Ingram Micro zeigt in seinenaktuellen Quartalszahlen, dass die reine Distribution über Ländergrenzen hinaus mit Risiken behaftet ist: Währungsdruck kann schon mal die sonst guten Ergebnisse finanziell negativ beeinflussen. Und so besinnt sich der Distri darauf, noch mehr Geld mit mehr Services zu erwirtschaften als mit dem reinen Weiiterverkauf mit Diensten für den Handel.

ingram-Micro (Logo: Ingram-Micro)

Ingram Micro hat bereis begonnen, sich insgeheim zzum riesigen VAD zu wandeln: Schon jetzt kommen 14 Prozent der Umsätze von hochwertigen Diensten.

Bei einem Quartalsumsatz von 10,5 Milliarden Dollar, über sechs Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, waren aber die währungsbereinigten Erlöse eigentlich um zwei Prozent angestiegen.
Daher, so CEO Alan Monie werde man weiterhin auf Zuverdienste außerhalb der Dollar-Abhängigkeit setzen. Zu sehen, wie dieser Plan aufgeht, ist einfach: Der Umsatz in Dollar fiel in Europa sogar um acht Prozent, der in Europäischen Währungen steieg – im „alten“ Kontinent wird zudem mehr Geld mit Services verdient.

Und wären da nicht noch de Übernahme von Anevo und der Abverkauf des inzwischen schwächelnden Smartphone-Geschäftes dazugekommen, wären die Steigergerungsraten höher gewesen. Auch die Erweiterungen der Cloud-Services will der Chef verstärkt angehen, denn hier hätte man – auch währungsbereinigt – den Umsatz sogar um 100 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraums des Vorjahres anheben können.

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