Desktops nicht mehr gefragt: Hersteller erwarten über 15 Prozent globales Jahresminus

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Desktops (Blil: Wikimedia Commons)

Eine Herstellerbefragung ergab: Desktop-PCs scheinen sich nicht mehr vom globalen Niedergang des PC-Marktes zu erholen.

Das Team des taiwanesischen Branchenvertreters Digitimes hat Hersteller befragt, die für bekannte US-Marken produzieren und auch solche, die unter eigenem Namen aktiv sind. Einhelliges Ergebnis: Sie erwarten über 15 Prozent Minus für Desktops im Jahr 2015. Schon die jetzigen Auslieferungen deuten in diese Richtung.

Im Gegensatz zum wieder auferstehenden Notebook-Markt hat sich die Lage bei den Desktops weiterhin verschlechtert.

All-in-One-PCs würden jedoch nach wie vor stabil abverkauft, während Mini-PCs sogar derzeit einem Nachfrage-Boom unterliegenden, berichtet Digitimes. Offenbar aber haben auch die Mini-Desktops dem Markt der Schreibtischrechner im Großen und Ganzen nicht helfen können.

Einige Markenhersteller müssten sogar mit 20 Prozent Verlusten rechnen. Chinas großer Markt als Retter der weltweiten Absätze stand diesmal nicht bereit – hier war die Nachfrage weit geringer als erwartet.

Auch das kostenlose Windows-10-Update hatte nur einen sehr minimalen Trigger-Effekt auf Rechner-Erneuerungen.

Dadurch haben auch viele Komponenten-Hersteller ihren Fokus auf andere Bereiche als den Desktop-PC gelegt.

Viele Anbieter von Marken-Desktops wie Hewlett-Packard (HP), Dell und Lenovo wurden allesamt sehr hart getroffen. Kleinere Hersteller wie Elitegroup Computer Systems (ECS), Gigabyte Technology und Asustek Computer konnte das Minus durch ihre Mini-PCs ausgleichen.

Mit diesem Trend spiegelt sich nun bis hinauf zu den Rechner-Produzenten, was der Handel schon längere Zeit mitmacht.

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