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Betrüger übernehmen Händler-Shops bei Amazon

Online-Shopping-E-Commerce (Bild: Shutterstock-dencg)
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In den Online-Läden seriöser Händler tummeln sich plötzlich unseriöse Schnäppchen-Angebote. Diese locken Kunden in eine Überweisungsfalle, warnt die Verbraucherzentrale.

Käufer im Amazon Marketplace sollten sich hüten, erlärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die eingeschleusten „Sonderangebote“ die schließlich in eine Überweisungsfalle locken, schädigen auch den Ruf des Händlers, in dessen Seiten die vermeintlichen Schnäppchen integriert wurden.

Amazon-Marketplace-Betrug (Screenshot: vz-nrw.de)
Mit gefälschten E-Mail-Adressen und Bankdaten versuchen die Betrüger Geld für nicht gelieferte Ware zu kassieren (Screenshot: vz-nrw.de)

So finden sich etwa Waschmaschinen zum halben Preis im Amazon-Shop eines Autohändlers. Die E-Mail-Adresse in der Beschreibung zum Zustand des Produkts soll die Käufer irreführen und dazu verleiten, über sie Kontakt zum Verkäufer aufzunehmen.

Viele Shops sind mit solchen „Produktangeboten“ infiltriert – die Betrüger versuchen, das Geld einzusammeln, ohne ein Produkt auszuliefern. Per E-Mail wird Vorauskasse auf ein Konto im Ausland gefordert. Für solche Zahlungen bietet Amazon keinen Schutz an.

Die Verbraucherzentrale sendete testweise eine E-Mail und gab sich als Kaufinteressent aus. Eine Mail-Antwort in gebrochene Deutsch forderte zunächst Name und eine Anschrift. Diese Daten übertrugen die die Cyber-Gangster an in eine falsche Amazon- “Bestell­bestätigung”. Darin stand obendrein die Aufforderung, den Kaufpreis als ungeschützte Vorkasse-Überweisung nach Polen zu senden.

In der Regel ist der Kunde bei Einkäufen auf dem Amazon Marketplace durch den Versandriesen abgesichert. „Die Sicherheit erlischt aber in diesem Fall, weil die Bezahlung nicht über das Amazon-System erfolgt“, warnt die VZ.

Seit einiger Zeit schon testen Abzocker aus, wie sie Amazons System missbrauchen können. Hier handelt es sich um die Verfeinerung der bisherigen Methoden – vor zwei Jahren habe man schon vor solchen eingeschleusten Artikeln gewarnt.

Alle Versuche Amazons, die Falscheinträge zu löschen und neue zu verhindern, wurden wiederhilt mit neuen Tricks umgangen.

Manfred schreibt seit 30 Jahren über Computerthemen aus verschiedenen Blickwinkeln. Das wird aber nie langweilig, denn die Branche entwickelt sich so rasant, dass es immer etwas Neues zu lernen gibt.