Bundeskartellamt: Online-Händler dürfen selbst Vertriebswege wählen

Retail
Urteil (Bild: ITespresso.de)

Hersteller, die ihren Resellern das Verkaufen ihrer Ware in bestimmten Online-Marktplätzen verbieten wollen, handeln illegal. Die Behörde verbot Asics, den Vertrieb seiner Turnschuhe zu reglementieren.

Im aktuellen Urteil des Bundeskartellamts werden Hersteller gemaßregelt, die Online-Händlern verbieten wollen, ihre Ware an verschiedenen Stellen anzubieten.

Bundesadler (Bild: Bundesrepublik Deutschland)

Das Geschäft darf sich nach dem Urteil nicht nur auf wenige große Etailer beschränken lassen, der freie Wettbewerb werde dadurch verhindert. Das Urteil vom Donnerstag, Asics habe in der Vergangenheit insbesondere kleinere und mittlere Vertragshändler beim Online-Vertrieb rechtswidrig eingeschränkt, kann auch auf andere Themenbereiche angewendet werden.

Andreas Mundt, Präsident des Kartellamts: „Wenn Hersteller ihren Vertragshändlern verbieten, Preisvergleichsmaschinen und Verkaufsportale zu nutzen oder die Verwendung der jeweiligen Markenzeichen für eigene Suchmaschinenwerbung ausgeschlossen wird, kann der Verbraucher gerade die kleineren Händler im Internet de facto nicht mehr finden“.

Die Folge, dass sich das Online-Geschäft auf die Hersteller selbst und einige große Händler oder Marktplätze konzentriert, wollen die Wettbewerbshüter verhindern.

Asics Deutschland hat die beanstandeten Vertriebsklauseln inzwischen geändert. Das Unternehmen kann gegen die erlassene Feststellungsentscheidung Beschwerde zum Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.

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