HP-Chef: „Windows-8-Geräte müssen aus den Lagern“

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Dion Weisler (Bild: HP)

Es sei kein reines HP-Problem, aber der schnelle Windows-10-Erfolg habe die Lagerbestände der Windows-8-Rechner anwachsen lassen. Dion Weisler, Chef der neuen HP Inc.: „Runterspülen!“

Im Interview mit dem „Business Insider“ erklärt Dion Weisler, Chef der HP Inc., das Problem vieler Händler: sie werden ihre alten Rechner nicht los, weil Windows 10 zu schnell auf den Markt drängte.

HP-Spaltung

Nachdem HP in zwei Teile gesplittet wurde, übernimmt Dion Weisler als CEO die Geschicke des Teils mit den Rechnern und den Druckern. Eine seiner ersten öffentlich geäußerten Erkenntnisse ist die, dass der Channel auf zu vielen Windows-8-Rechnern sitzenbleibt.

Obwohl das Update auf Windows 10 kostenlos ist, besorgen sich potentielle Käufer lieber gleich einen PC mit vorinstalliertem Windows 10. Denn ob der Windows-8-Rechner die passende Hardware für das neue Microsoft-System hat, wissen sie nicht.

Das, so Weisler, hält Windows 10 davon ab, schnell genug den PC-Markt umzukrempeln. Er glaubt nicht, dass Microsoft der PC-Branche einen Gefallen erwiesen hat, indem es Windows-7- und -8-Nutzern ein kostenfreies Update ermöglichte. Das reiße den Wechsel in zwei Hälften: Die eine, viel zu schnelle Free-Update-Variante und die andere, etwas langsamere der Hardware-Upgrades. Doch solange der Handel noch auf den Windows-8-Rechnern sitzt, wird er wenig tun, um Windows-10-Systeme schnell loszuwerden, meint Weisler.

Die alten Rechner müssen also erstmal „runtergespült“ werden, fügt er an. Die Windows-8-PCs loszuwerden, wird in vielen Fällen massive Rabatte erfordern und einen Margenverlust für den Handel bedeuten – oder aber viel Zeit in Anspruch nehmen, vor dem Verkauf die Ugrades schon durch die Reseller zu installieren.

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