Symantec verkauft Veritas

Strategie
Michael Brown ((ild: Symantec)

Für acht Milliarden Dollar trennt sich Symantec von seinem abgespaltenen Konzernteil Veritas.

Spekulationen gab es schon länger, jetzt ist es offiziell bestätigt. Symantec wird Veritas für acht Milliarden Dollar in bar an die Investmentfirmen The Carlyle Group und GIC aus Singapur verkaufen. Die Übernahme wird voraussichtlich am 1. Januar abgeschlossen sein. Nach Steuern rechnet Symantec mit einem Nettogewinn von 6,3 Milliarden Dollar aus dem Verkauf. 2005 hatte Symantec Veritas für den damaligen Betrag von 13,5 Milliarden Dollar übernommen. Nach dem Willen der neuen Eigentümer sollen künftig ab dem 1. Januar Bill Coleman als CEO und Bill Krause als Chairman die Geschicke von Veritas lenken. Der für 2016 angedachte Börsengang von Veritas hat sich damit erledigt.

Im operativen Geschäft sieht es für die Sicherheitsspezialisten nicht rosig aus. Der Umsatz sank um 14 Prozent auf 1,499 Milliarden Dollar im ersten Quartal des Fiskaljahres 2016. Der Nettogewinn ging sogar um 50 Prozent auf 117 Millionen zurück. Die Börse reagiert enttäuscht und der Aktienkurs von Symantec sank um 6,35 Prozent.

Symantec CEO Michael Brown kündigte Aktienrückkäufe an. „Unsere verbesserte finanzielle Flexibilität wird es uns erlauben, organische und anorganische Chancen zum Ausbau unserer vereinten Sicherheitsstrategie zu verfolgen.“ Er gab zu, dass das erste Quartal sowohl für Symantec als auch für Veritas enttäuschend gewesen sei und dass man den nötigen Aufwand für den Verkauf von Veritas unterschätzt habe.

Brown setzt große Hoffnungen in Advanced Threat Protection. Das Angebot dafür wurde in diesem Quartal gestartet und soll in den kommenden Monaten erheblich ausgebaut werden. Fortschritte hat Symantec bei Kunden aus dem Gesundheitswesen gemacht und 40 Prozent der Neukunden kamen aus diesem Segment.

Brown hat vor, den Channel weiter auszubauen und will in diesem Jahr noch zusätzlich 150 Partner rekrutieren.