Widersprüchliche Meldungen um QSC-Finanzen – Chancen für den Channel?

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Ane Thüll (Bild: Thüll selbst auf Xing)

Mal melden IT-Presse und Gewerkschaften Jobabbau und Sparprogramme beim Netzbetreiber, mal sendet Arne Thüll, Leiter für Investor Relations, eine Meldung über gute Zahlen aus. Die “Trendwende” wird durch Stellenkürzungen finanziert.

QSC, IT-Dienstleister und Betreiber von Glasfasernetzen, fällt derzeit durch sein Sparprogramm auf: Die Maßnahmen waren schon abzusehen, das Unternehmen ergreift sie allerdings früher als erwartet.

Mit Stellenabbau sollen Verluste verringert werden. Vor Steuern und Abschreibungen weist das Unternehmen zwar mit 10,6 Millionen Euro ein Prozent mehr Gewinn aus als im Vorjahr , doch der Gesamtverlust lag dennoch bei 2,7 Millionen Euro – immerhin sind das 30 Prozent weniger Miese als im letzten Jahr, was die Börsianer zu Käufen drängte und den Kurs der Aktien um 3,5 Prozent steigerte.

Und ganz nebenher habe man durch Sparmaßnahmen die Kosten um vier Millionen gesenkt, teilt das Unternehmen mit. In seiner aktuellen Börsenmeldung spricht QSC von einer „positiven Trendwende“.

QSC AG (Logo: QSC)

Nachdem das Unternehmen bereits mit 180 Mitarbeitern Auflösungsverträge abgeschlossen hatte, sollen es nun bis 2016 rund 350 werden.

Doch weil der Umsatz im zweiten Quartal um acht Prozent auf 101 Millionen Euro fiel, geht an den Stellenkürzungen nichts vorbei. Die Prognose für ein schlechtes Jahr bleibt bestehen – ganz egal wieviel frischer Auftragseingang erzielt wird.

Die Pläne, mehr Umsatz im mittelständschen Bereich durch Speicherdienste zu erzielen, gingen offenbar noch nicht auf. Vielleicht, so das Resumée des Betreiibers, hilft mehr Vertrieb durch den Channel – in seinem Partnerprogramm offeriert das Unternehmen zahlreiche Boni füt gute Verkäufer. Der Versuch, durch seine Partnertour im April die neuen Pakete besser zu verkaufen, schien nur geringe finanzielle Verbesserungen zu bringen.

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