Microsoft erweitert Lizenzprogramm

Strategie

Das Microsoft Lizenzprogramm Microsoft Products and Services Agreement (MPSA) soll für mehr Transparenz sorgen. Das Feedback deutscher Partner ist eingeflossen.

Microsoft will sein Lizenzmodell vereinfachen. Das haben die Redmonder zwar schon öfter versprochen, aber diesmal könnte es wirklich klappen. An der Konzeption des Microsoft Lizenzprogramms Microsoft Products and Services Agreement (MPSA) haben große deutsche Lizenzspezialisten wie Comparex und Software One entscheidend mitgewirkt. Richard Smith, Senior Director – WWLP Business & Marketing Group bei Microsoft hebt insbesondere den Beitrag von Holger Pfister, Executive Vice President Partners bei COMPAREX, hervor.

Microsoft hat laut Smith erkannt: „Wir müssen die Lizenzierung transformieren und einfacher machen.“ Vor einem Jahr wurde das MPSA-Programm aus dem Pilot herausgeführt und im Fiskaljahr 2015 bei 6000 Kunden eingeführt.Es soll für niedrigere Transaktionskosten bei einer große Mengen an Kunden sorgen und den Partnern große Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.

Jetzt wurden Visual Studio und Azure, sowie ab September die Enterprise Cloud Suite einbezogen. Beim Preisschutz, der bisher drei Jahre galt, können Kunden künftig ein bis drei Jahre wählen. Ab 1. Juli gelten zudem neue Produktkonditionen.

MPSA ist für große Lizenzspezialisten gedacht, während kleinere Partner eher über das Cloud Solution Provider Program verkaufen sollen.
MPSA ersetzt das Select Plus Programm: „Es gibt einen Retirement Plan für Select Plus und wir werden demnächst keine neue Bestellungen mehr annehmen“, erklärt Smith. Der MPSA-Vertrag umfast nur sieben Seiten und es gibt nur noch ein Portal statt vorher 17 bei Select Plus.

„MPSA ist voll automatisiert und in 16 Währungen verfügbar. Wir wollen die größten Kunden besser unterstützen. Das Enterprise Agreement bleibt erhalten“, berichtet Smith. Reseller, die MPSA anbieten wollen, brauchen laut Smith weniger als einen Tag zur Einarbeitung. Es wird keine Zertifizierung benötigt.