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Microsoft verkündet seine Smartphone-Politik

Nadella+Phones (Fotos: Microsoft)
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Der IT-Riese will sich auf Busines-Smartphones konzentrieren. Die bisherigen Lumia-Modelle seien wie bei PCs die bunten iMacs, jetzt kämen aber sozusagen die Server-Modelle.

Microsoft späht bei seinen Smartphone-Plänen insbesondere auf die Budgets von Unternehmen, geht aus den Aussagen von Microsoft-CEO Satya Nadella auf der Worldwide Partner Conference hervor.

Microsoft-Smartphones (Bild: CNet.de)
Im Gespräch mit der ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley stellte er Business-Smartphones in den Vordergrund, da Unternehmen der Bereich seien, in denen Microsofts Handygeschäft am schnellsten wachse. Hier stünden Funktionen wie Identitätsmanagement und Sicherheit im Vordergrund und nicht eine umfassende App-Auswahl.

Nachdem schon Nokia Gerüchte über einen Wiedereinstieg ins Smartphone-Geschäft bestätigte http://www.channelbiz.de/2015/07/14/jetzt-offiziell-nokia-plant-sein-comeback/ legt auch Microsoft nach und zeigt, dass man das Feld der Mobiltelefone nicht aufgeben mag. Die durch MS von Nokia erworbene Handysparte soll sich vor allem den Unternehmenskunden widmen.

Einige der wirklichen Anziehungspunkte von Windows-Geräten sind Management und Sicherheit. Die Tatsache, dass die neueste Fußball-App oder einige Social-Networking-Apps nicht zur Verfügung stehen, ist in Unternehmensszenarien kein großes Problem”, erklärte Nadella.

Ein weiterer Vorteil sei wiederum die schnelle App-Entwicklung. “In unserem Fall nehmen Sie ein Lumia-Gerät, Sie starten ihre Azure App Services, und heraus kommen Universal-Apps, die Arbeitsabläufe automatisieren. Ich glaube, das ist als Wertversprechen unschlagbar. Deswegen haben wir etwas Einzigartiges beizutragen.”

Nadella bekräftigte zudem Microsofts Bekenntnis zum Mobilmarkt und eigenen Windows-Smartphones. Die in der vergangenen Woche angekündigten Entlassungen und Straffung des Lumia-Portfolios bedeute keineswegs, dass der Softwarekonzern den Rückzug aus dem Smartphonegeschäft plane.

“Erstens möchte ich auf jedem mobilen Endpoint vertreten sein”, so Nadella weiter. “Das ist ein sehr klares Kernziel.” Es gehe nicht nur darum, Skype, Outlook und andere Apps auf allen Geräten zu haben. “Wir möchten das Microsoft-Erlebnis haben, für mich ist das eine Plattform-Sache. Was steht wohl hinter all diesen Anwendungen? One Cloud, Office 365, entweder für Verbraucher oder für Unternehmen.”

Nadella+Phones (Fotos: Microsoft)
Microsoft-Chef Nadella konkretisiert seine Pläne zum Thema Smartphones (Fotos: Microsoft)

Microsofts Ziel sei es, sein Betriebssystem auf allen Geräten zu haben, nicht nur Anwendungen. Windows stehe für unterschiedlichste Geräte zur Verfügung, vom Mini-Computer Raspberry Pi bis zur Augmented-Reality-Brille HoloLens, ergänzte Nadella. Auch HoloLens sei Teil der Mobilstrategie.

Eigentlich habe Microsoft mit der Ankündigung in der vergangenen Woche vor allem die Umsetzung seiner Mobilstrategie geändert. “Ich werde nicht jeden Tag ein neues Telefon vorstellen. Ich werde mich auf wenige neue Telefone konzentrieren, die Marktanteile erreichen, weil sie tatsächlich einzigartig sind.”

“Für Leute die Windows lieben, werden wir Flaggschiff-Geräte haben. Es ist nicht nur ein Flaggschiff-Gerät, es unterstützt auch Dinge wie Continuum. Für das Einstiegssegment möchte ich mich auf Office und Skype-Kommunikation konzentrieren, es ist also mehr wie ein Skype- und Office-Phone für Smartphone-Erstkäufer. Das sind Bereiche, bei denen ich der Meinung bin, ja, das ist einzigartig. Lasst uns von dort aus wachsen.”

“Selbst Apple hat mit bunten iMacs angefangen. Also lasst uns mit den bunten iMacs anfangen. Ich denke, mit Lumia sind wir an diesem Punkt. Ich möchte gute Geräte entwickeln, die die Menschen lieben, und dann kommt ein Schritt nach dem anderen.”

[mit Material von Stefan Beiersmann ZDNet.de]

Manfred schreibt seit 30 Jahren über Computerthemen aus verschiedenen Blickwinkeln. Das wird aber nie langweilig, denn die Branche entwickelt sich so rasant, dass es immer etwas Neues zu lernen gibt.