JVC stellt Produktion von CD- und Blu-ray-Rohlingen ein

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CD-ROM (Bild: Wikipedia.org)

Keiner will mehr Rohlinge optischer Medien kaufen: Speichersticks in Gigabyte-Größe, Festplatten und SSDs mit Terabytes und billige Onlinespeicher in Petabyte-Kapazitäten inklusive Backup-Service haben die Nachfrage nach den Disks quasi auf den Nullunkt gebracht. JVC gibt auf.

JVCs Tochter Tayo Yuden, weltgrößter Hersteller vom Rohlingen für optische Medien, gibt das Geschäft mit den Speicherscheiben auf. In einer Meldung verkündet der Hersteller seinen Rückzug. Seit 1988 trieb die Firma die Entwicklung von CD-R, DVD-R, BD-R und so weiter voran. Die Versuche, Kosten zu senken, hätten aber die Geschwingkeit der Marktschrumpfung nicht eingeholt, musste das Unternehmen Ende vergangener Woche eingestehen. Daher zieht die Firma die Notbremse und “restrukturiert” das, was noch übrig ist. Man werde sich künftig nur auf Highend-Produkte spezlisieren, erklärt Tayo Yuden. Die Vertriebsketten werden danach auch nicht mer versorgt.

JVC Deutschland verkauft vor allem Unterhaltgselektronik, das schwache Geschäft mit den Rohlingen ist längst großteils bei den größeren Online-Händlern gelandet. Und selbst diese können die geringen Margen nur noch über die Masse und Sonderangebote abfedern – wenn überhaupt noch jemand auf die optischen Scheiben zugreift. Voraussichtlich im März 2016 werden die letzten Lagerbestände ausgeliefert.

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