Surface Hub: Microsoft-Whiteboard mit Windows 10 kommt im September

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Microsoft Surface Hub

Schon ab Juli sollen Kunden das Gerät vorbestellen können, meldet Microsoft. Die Distributionspartner hat sich MS bereits ausgesucht. Zwei Versionen des interaktiven Bildschirms soll es geben.

Microsoft verkündet, dass das Microsoft-Whiteboard “Surface Hub” ab dem 1. Juli vorbestellbar sein wird. Und dass Partner wie Partner wie unter anderem Bechtle, Datavision, Glück & Kanja und Global Media Services (GMS) diese ab Juli entgegennehmen, hat Microsoft bereits mit ihnen vereinbart.

Surface Hub (Bild: Microsoft)
Das Surface Hub soll alle Tablet-Fähigkeiten von Windows 10 auf ein großes Whiteboard bringen (Bild: Microsoft).

Im September soll das in 55 und 83 Zoll Diagonale erhältliche Windows-10-Tablet für die Wand dann ausgeliefert werden. Dass für ein entsprechendes System nicht nur der Verkauf, sondern vor allem der Service wichtig ist, zeigt Microsofts Auswahl von Partnern: Neben Distris wie Also und TD Maverick in Europa führt der Softwareriese eine Reihe von “strategischen” Partnern auf, die meisten davon im Raum EMEA.

Beim Riesen-Tablet für sich alleine soll es nicht bleiben: Microsoft hat offenbar noch vor, mehr rund um das Windows-10-Whiteboard zu bringen und hat einen “Stay informed”-Informationsservice für Interessierte gestartet. Wer sich registriert, bekommt E-Mails, sobald die nächste Soft- oder Hardware dazu fertig ist.

Der Hersteller vermarktet das Großbild-Display als Lösung für Konferenzen, Schulungen und vor allem für Zusammenarbeit in der Gruppe. Die Größen der Touchscreens mit integriertem Computer orientieren sich an der zur Verfügung stehenden Raumgröße. Das 55-Zoll-Gerät arbeitet mit einer Intel-Core-i5-CPU, der 84-Zoll-Variante hat der Hersteller einen Core-i7-Prozessor implantiert.

Windows 10, Microsoft Office, Skype for Business, One Note sowie Windows Universal Apps sind vorinstalliert. Multitouch-Funktionen mit 100-Punkt-Erkennung erlauben die gleichzeitige Nutzung durch viele Anwender. Oliver Gürtler, Leiter Geschäftsbereich Windows bei Microsoft Deutschland, ist sich sicher: “Es wird die Arbeitskultur in Unternehmen verändern. Microsoft hat sich um die Produktivität des Einzelnen verdient gemacht und wird nun auch die Produktivität in Teams auf eine neue Stufe bringen”.

Das “All-in-One”-Gerät soll Videokonferenzsysteme, Schulungs-Whiteboards und Präsentationsmittel integrieren. Auch die Einbindung von Mobilgeräten ist geplant: So lässt sich die “Windows-10-Tafel” mit der passenden Software vom Smartphone oder Tablet aus “beschreiben” oder für Präsentationen nutzen. Auch Zugriff über das Netz ist möglich, etwa für Fernpräsentationen – der CEO aus den USA kann so direkt auf den Großbildschirm der deutschen Niederlassung schreiben.

“Über One Note lassen sich beispielsweise gemeinsam Ideen, Aufgaben oder nächste Schritte miteinander teilen, bearbeiten oder organisieren. Mitschriften aus Meetings können sofort zur Verfügung gestellt werden, während des Meetings lassen sich wichtige Fragen telefonisch klären. Mit hochauflösenden 1080p-Kameras an jeder Seite lässt sich praktisch der gesamte Konferenzraum abbilden”, posaunt Microsoft die Vorteile seines Gerätes aus.

Kollaboration in Echtzeit ist auf dem Surface Hub über die simultane Bearbeitung von Inhalten auf dem Bildschirm per Stift und Finger gleichzeitig möglich, und über Skype for Business teilen Anwender den Bildschirm per Remote-Funktion auch über das Internet.

Ein eingebautes Mikrofon für Konferenzschaltungen blendet Hintergrundgeräusche aus; die Aktualisierung der Anzeige alle 8,33 Millisekunden soll Zuschauern sofort alle Änderungen zeigen, die sich in einer Konferenz- oder Teamarbeitsgruppe ergeben.

Das 55-Zoll-Modell wiegt 47,6 Kilogramm, das 84 Zoll-Gerät 127. Die Auflösung des 55 Zoll-Modells beträgt 1920 mal 1080 Bildpunkte, die des 84-Zoll-Systems 3840 mal 2160.

Das Surface Hub kommt im schwarzen Gehäuse. Eingebaut sind ein 128 GByte fassendes SSD und acht GByte Arbeitsspeicher. Als Kontaktmöglichkeiten zur Außenwelt bietet der All-in-One-PC Drahtlosnetzverbindungen nach 802.11c a, b, g, n und ac oder Bluetooth 4.0, eine Gigabit-LAN-Schnittstelle für Ethernet-Kabel, einen NFC-Reader sowie einen RS232-Port für die serielle Anbindung von Industriemaschinen. Das Gerät besitzt einen USB-3.0-Port, zwei USB-2.0-Anschlüsse, Displayport Out und eine 3,5-Millimeter-Stereo Out-Buchse (sie kommt zum Einsatz falls die zwei eingebauten Lautsprecher nicht reichen). Als Eingänge stehen Displayport In, HDMI In, VGA In, 3,5-Millieter-Stereo In und einmal USB 2.0 Type B bereit.

Zwei spezielle Surface-Hub-Stifte werden mitgeliefert. Auch ein Media Keyboard von Microsoft liegt bei und ein Netzkabel ist Teil des Lieferumfangs.

Der Großbildschirm ist Miracast fähig und kann so “gefunkte Bilder” von entsprechenden Geräten anzeigen. In der anderen Richtung nehmen zwei duale 1080p-Kameras (auf der Vorderseite und mit 100 Grad horizontalem Sichtfeld) Bilder auf.

Das Surface Hub in 55 Zoll Größe kommt zur unverbindlichen Preisempfehlung von 7896 Euro. Die 84-Zoll-Version soll für 22.449 Euro verkauft werden. Entsprechend günstigere Händlerpreise garantiert Microsoft. Sie müssen jedoch einzeln erfragt werden.

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