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Anziehender Trend

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Drei Stolpersteine beim Einsatz von Wearable Computing, auf die Händler achten sollten, sieht Sven Hoge, Channel Manager Ipswitch Network Management Division.

Es folgt die Einschätzung von Sven Hoge, Channel Manager Ipswitch Network Management Division: Galaxy Gear, die Nissan-Smartwatch, Google Glass oder bald die iWatch – Technologie, die sich am Körper des Benutzers befindet, sind Ausprägungen eines der neuesten Trends in der Hightech-Welt: Wearable Technology. Prognosen von Gartner zufolge wird der globale Wearable-Computing-Markt, wie er in der Fachsprache heißt, bis zum Jahr 2016 ein Volumen von 11 Milliarden US-Dollar erreichen.

BYOD ist für Unternehmen schon eine Weile ein heißes Thema und eine große Anzahl verfügt bereits über BYOD-Richtlinien. Somit scheint der Einzug auch dieser „Geräte zum Anziehen“ am Arbeitsplatz nur eine Frage der Zeit zu sein. Auch wenn Wearable Technologie aktuell noch langsam Verbreitung findet, vermuten Marktforscher, dass sie in Zukunft genauso alltäglich sein wird wie es Laptops heute sind. Der Grund: Für viele Berufe können sie einen hohen Nutzen bieten. Wearable-Geräte geben beispielsweise Ärzten und Vermessungstechnikern die Möglichkeit, freihändig und von überall auf Informationen zuzugreifen und spezielle Anwendungen zu nutzen. Das kann ihre Arbeit effizienter, genauer und sicherer machen.

Für IT-Fachhändler macht es Sinn, sich mit diesem Trend frühzeitig zu beschäftigen. Es ist davon auszugehen, dass die neuen Geräte erhebliche Auswirkungen auf Unternehmensnetzwerke haben werden. Beratung ist also gefragt, die Kernkompetenz des Fachhandels. Händlern bieten sich neue Chancen, wenn sie die technischen Herausforderungen, mit denen sich ihre Kunden konfrontiert sehen, meistern und auch für organisatorische Fragen Lösungsvorschläge anbieten können.

Vor allem in Sachen Sicherheit und Netzwerkperformance bietet die Elektronik zum Anziehen Ansätze, bei denen ein Fachhändler, der sich mit der Technologie befasst hat, punkten und Umsätze generieren kann. Um sich in den Trend einzuarbeiten, sollten Reseller besonders auf drei Stolpersteine beim Einsatz der neuen Geräte achten.

Stolperstein 1 – Performance: Viele dieser Wearable- Geräte werden derzeit mit einem vorhandenen Gerät – zum Beispiel einem Smartphone, Tablet-PC oder Laptop – gekoppelt und ersetzen dieses nicht einfach. Die Folge sind zahlreiche zusätzliche Geräte im Netzwerk. Das kann zu einer Überlastung und Reduzierung der Performance des Netzwerks führen. Viele Unternehmen werden daher eine Erweiterung oder Aufrüstung ihres Netzwerks in Betracht ziehen, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Stolperstein 2 – Sicherheitsrichtlinien: Die neuen Geräte können verschiedene Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Google Glass kann beispielsweise alles aufzeichnen, was der Träger sieht und auch Smartwatches sind mit einer Kamera und Aufnahmefunktionen ausgestattet. So können ihre Benutzer vertrauliche Dokumente unbemerkt fotografieren oder private Gespräche aufzuzeichnen und diese Informationen an persönliche Geräte außerhalb des Netzwerks übertragen. Obwohl diese Szenarien wie aus einem Spionage-Thriller klingen, stellen sie eine reale potenzielle Bedrohung für Unternehmen dar, insbesondere für jene, die mit sensiblen oder personenbezogenen Daten zu tun haben. Erlaubt ein Unternehmen die Nutzung von Wearable-Technologie, braucht es klare Richtlinien, aus denen hervorgeht, wer diese Art von Equipment mit an den Arbeitsplatz bringen und damit eine Verbindung mit dem Netzwerk herstellen darf. In ihnen sollte zudem festgelegt sein, in welchen Bereichen es von den autorisierten Personen getragen werden darf. Diese Punkte können die IT-Verantwortlichen problemlos in bestehende BYOD-Richtlinien integrieren.

Stolperstein 3 – Angreifbarkeit: Bei der Verbindung oder Synchronisierung von Wearable-Technologie mit Laptops oder Smartphones können nicht nur sichere Informationen übertragen, sondern auch Viren verbreitet werden. Wearable-Technologien sind somit ein neuer Angriffsvektor für Attacken von außen auf Unternehmensnetzwerke. Fachhändler sollten ihren Kunden also auch Software für den Schutz von Endgeräten bereitstellen. Mit Hilfe von Endgeräteerkennung lassen sich miteinander verbundene Geräte und damit einhergehende Sicherheitsrisiken ermitteln. Dies kann aufwändig sein, ist jedoch eine wichtige Maßnahme zum Schutz von Unternehmensdaten. Außerdem sollten die IT-Verantwortlichen darauf achten, dass vorhandene Sicherheitslösungen wie Firewalls stets auf dem neuesten Stand sind.

Letztlich ist ein ordnungsgemäß verwaltetes und überwachtes Netzwerk die Voraussetzung, um Wearable-Technologien sicher in Unternehmen einsetzen zu können. Es ist maßgeblich, dass Unternehmen sowohl über die dazu erforderlichen Systeme verfügen als auch entsprechend geschult sind. Hier kann der Händler als Partner zur Seite stehen und den Weg in die richtige Richtung weisen. Sozusagen als smarter Partner für smarte Technologien.