NetApp_Peter Wuest

NetApp baut Ökosystem aus

Storage-Hersteller NetApp setzt zunehmend auf Flash Technologie und sieht für den Channel gute Chancen bei der Einrichtung von private Clouds.

von Dr. Jakob Jung 0

NetApp hat zuletzt mit dem All Flash Array EF 540 eine leistungsfähige reine Flash-Storage Lösung eingeführt. Peter Wüst, Director Strategic Pathways bei NetApp, sieht sein Unternehmen damit als technologisch führend: „Mit zwei Höheneinheiten bieten wir mit der EF 540 eine Kapazität, die 1.000 konventionellen Festplatten entspricht.“ Die Herausforderung liege im ökonomisch sinnvollen Einsatz von Flash und es sei abzuwägen, welche Daten den gegenüber Festplatten höheren Preis rechtfertigen. Hier gebe es differenzierte Antworten und Systemhäuser hätten die Chance, mit richtiger Beratung Mehrwert für ihre Kunden zu bieten. „SATA ist relativ langsam und mit Flash-Cache in den Controllern können heiße Daten mit Policies beschleunigt werden.“

Mit seinen Produkten operiert NetApp laut Wüst vor allem im Mittelstand (mit der FAS Reihe) erfolgreich und es ist gelungen, viele Kunden von HP abzuwerben. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass der Aufbau einer private Cloud mit NetApp Systemen leicht möglich ist. „Der Mittelstand ist durch den NSA Skandal mehr als schon bisher überzeugt, dass es besser ist, eine private Cloud mit einem eigenem Rechenzentrum zu betreiben, als sich auf eine public Cloud zu verlassen.“

Für die Reseller ergibt sich damit eine Chance, ihren Kunden beim Aufbau dieser private Clouds zu helfen und Cloud Services anzubieten. Allerdings bemängelt Wüst, dass die Cloud Angebote der Distributoren für den Handel bisher noch nicht da sind, wo sie sein sollten. Einzig Arrow ECS mit seiner Cloud Plattform Arrowsphere sei vorbildlich.

Wüst betont: „Wir wollen nicht die Anzahl unserer Partner erhöhen, sondern mit unseren vorhandenen, guten Resellern das Potenzial der private Cloud besser nutzen.“ Dennoch ist Wüst für die Zusammenarbeit mit neuen Systemhäusern offen, vor allem für Spezialthemen wie Hadoop und Big Data. In Projekten sei der Preis mittlerweile weniger wichtig als eine klare Managementstrategie. Eine besondere Chance für den Handel sieht Wüst in einer Sync and Share Strategie, um Kunden eine Alternative zum Wildwuchs von Dropbox & Co. aufzuzeigen.

Auf der Ebene der Zusammenarbeit mit anderen großen Herstellern hat NetApp vor allem die Zusammenarbeit mit Microsoft intensiviert. So kann etwa Microsoft System Center und Exchange eine NetApp Private Cloud Infrastruktur steuern.

Auch mit Cisco ist NetApp erfolgreich unterwegs. Das gemeinsame Einstiegsangebot Flexpod Express bietet für 48.000 Euro ein komplettes Rechenzentrum. „Dieser Flexpod Express Stack ist perfekt für den Mittelstand“ ist sich Wüst sicher. Auch mit Fujitsu und SAP gibt es eine gute Zusammenarbeit.

 


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