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Red Hat profitiert vom Migrationsdruck

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Red Hat bietet bei Middleware mittlerweile ein komplettes Angebot und ist eine interessante Alternative für Kunden, die die hohen Lizenzkosten bei IBM und Oracle scheuen.

Open Source Spezialist Red Hat ist über das reine Linux Geschäft hinausgewachsen und bietet mit dem JBoss Portfolio eine Komplettlösung für Middleware, wobei aktuell vor allem die Angebote für Business Process Management (BPM) ausgebaut werden. JBoss ist plattformunabhängig und unterstützt auch Windows und Unix.

Tobias Hartwig, EMEA Business Unit Manager JBoss Middleware bei Red Hat, erklärt: “Wir haben eine sehr gute Entwicklung bei Middleware und wachsen starker als der Markt.“ Der Anbieter hat bereits 20.000 Kunden in EMEA von seinen Produkten überzeugt.

Vor allem Migrationen von anderen Herstellern stehen dabei im Blickpunkt. „Es stehen bei Migrationen Kostengründe im Vordergrund. Wenn bei IBM und Oracle Versionswechsel anstehen, sehen sich die Kunden nach Alternativen um“, berichtet Hartwig. Zudem sei proprietäre Software unflexibel und Open Source für Innovationen besser geeignet. Auch das Thema Virtualisierung bringt Zulauf von Oracle Kunden, weil es Schwierigkeiten mit dem Lizenzmodell gibt. „Bei uns bezahlt der Kunde nur die virtuellen Strukturen, die er auch tatsächlich nützt. Unser Preismodell ist virtualisierungsfreundlich“, berichtet Hartwig. Eine Ablösung von Oracle Weblogic und IBM Websphere fällt Red Hat nicht schwer, weil alle drei Stacks auf dem Java EE Standard basieren.

In Deutschland zählen zu den Kunden, die Red Hat zu einer Migration überzeugen konnte, etwa ING Diba, Lufthansa Cargo, Lombard Odier, Panthera Capital, Mobilcom-Debitel und Heidelberger Druckmaschinen.

Red Hat bietet Migrations-Kits und das JBoss Migration Center für wechselwillige Kunden und bezieht dabei auch seine Partner ein. „Die Projektlaufzeiten für Migrationsprojekte sind stark unterschiedlich, die eigentlichen Migrationen verlaufen aber in aller Regel problemlos“, sagt Hartwig.

Red Hat hat seine Zusammenarbeit vor allem mit größeren Systemhäusern im Middleware Segment ausgebaut. „Wir werden stärker wahrgenommen und haben die Beziehungen intensiviert. Zunehmend gibt es bereichsübergreifende Projekte“, berichtet Hartwig. Zu den Partner, die sich im Middleware Segment besonders hervortun, zählen Akquinet aus Berlin, S&N AG aus Paderborn und Fritz & Macziol.