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Cisco Services sollen Partnern helfen

Cisco sieht nicht als Services-Unternehmen und will dieses Geschäft seinen Partnern überlassen. In zahlreichen Segmenten gibt es neue Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere bei BYOD.

von Dr. Jakob Jung 0

Cisco investiert in Megatrends, betont Tom Wilburn, VP Global Mobility Sales bei Cisco, auf dem Canalys Channels Forum, insbesondere ins Mobile Enterprise. Durch die Bring your own Device (BYOD) Welle eröffnen sich neue Möglichkeiten. Reseller winken hohe Margen und Wachstum. Es ist eine echte User Revolution, aber die internen IT-Abteilungen kämpfen damit, die BYOD Herausforderung zu bewältigen. Partner können hier Services bieten, und zwar nicht nur bei BYOD, sondern auch bei Telepräsenz und Laptops, erklärt Wilburn.

BYOD ist eine relevante Technologie, aber nicht allein zu sehen, der Trend geht zum hybriden Workspace. Cisco bietet dafür die Virtualization Experience Infrastructure (VXI) vom Rechenzentrum bis zum Arbeitsplatz. Diese ermöglicht der IT den Einsatz eines umfassenden Systemansatzes mit getesteten Lösungen und einer Kombination aus Desktopvirtualisierungs- und Collaboration-Technologien. VXI ermöglicht die Collaboration in einer virtualisierten Welt mit einem hybriden Zugang.

Intern gibt es 5600 VXI Endpoints bei Cisco. „Cisco rüstet seine Leute aus, aber BYOD muss vom Angestellten selbst gekauft werden. Die Mitarbeiter zahlen für Services aus eigner Tasche“, berichtet Wilburn. Der Trend geht zum connected Consumer und Cisco sieht sich hier als Marktführer. Dabei gibt es erhebliche Herausforderungen für BYOD in Sachen Sicherheit, Komplexität und Scale, es kommt darauf an, hohe Qualität zu liefern. „Der Anwender macht die Cisco Vision wahr. Die Vorstände wollen es, später ziehen die Nutzer nach und die Geräte müssen sicher sein“, betont Wilburn. Die IT-Kräfte müssen der Nutzung zustimmen und die Geräte provisionieren. Cisco setzt auf automatische Authentifizierung, um den Fingerprint der Geräte erkennen. Webex und Jabber können automatisch provisioniert werden und Policies automatisch durchgesetzt werden.

Auch das Wi-Fi Netzwerk entwickelt sich mit dem kommenden Standard 802.11ac. Die Policy basiert nach Inhalten und kann den Zustand des Gerätes erkennen und Zugang zu allen Anwendungen einräumen. Video ist eine Herausforderung für Netzwerke, mit Hotspot 2.0 kommt eine neue Technologie, die dies bewältigen kann. Die ISPs nutzen es und führen es ein, um 3G/4G mit Wi-Fi zu verbinden. Wireless ist ein starker Wachstumsmarkt. Apple hat mit seinen Wi-Fi Geräten für die Verdoppelung der Cisco Wi-Fi Umsätze gesorgt: „Die Kunden merken, dass Wi-Fi nicht nur Hotspots sind und sie verlangen nach einer Unified Policy. Management macht das Leben leichter. Ein Netzwerk, eine Policy, ein Management ist die Parole“, berichtet Wilburn. Er gibt zu, dass Management vorher keine Stärke von Cisco war, jetzt aber schon.

Die Herausforderung von Wi-Fi ist es, dass es in einer unlizenzierten Umgebung lebt und mit anderen Zugangsdaten konkurrieren muss. Cisco kann Interferenzen ausschließen und Videos skalieren.802.11.ac wird wichtig, auch wenn 802.11.n funktioniert. Cisco hat den ersten modularen Access Point der Branche eingeführt. Cisco hat die Roadmap für ein integriertes System, was wiederum größere Margen und schnelleren Marktzugang für Reseller und eine große Geschäftsmöglichkeit: „Viele Kunden haben noch nicht angefangen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Cisco bietet BYOD Workshops, Demosysteme, Tools, Design expert und Services komplementär zu denen von Partnern,“ erklärt Wilburn. BYOD Netzwerke müssen geplant werden. Cisco kann in allen Stadien helfen und hier liegt das schnellst wachsende Geschäft für Cisco.

Auf die Frage eines Resellers gab Wilburn zu, dass die nötigen Zertifizierungen komplex werden können, weil es sich um advanced Technologie handelt. Es gibt aber auch eine Einstiegsstufe ohne Zertifizierung, um BYOD zu verkaufen. Alle Partner können so partizipieren, nicht nur die bisherigen Cisco Partner. Das Wireless Netzwerk Geschäft macht bereits 30 bis 40 Prozent der gesamten Netzwerkumsätze von Cisco aus. Für Händler winken hohe Margen für Wireless Geräte. Service Provider sind für Cisco ein strategischer Teil des Geschäftes, wobei insbesondere das Mittelstandsgeschäft stark wächst. Und dieses will Cisco weitgehend den Partner überlassen. „Wir sind keine Services Company, unsere Services sollen Partnern helfen“, schließt Wilburn.


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