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HP: Zellen für die Cloud

HP bringt ein neues Cloud-Angebot mit dem Namen HP cCell Services auf den deutschen Markt, das über Partner vermarktet wird.

von Dr. Jakob Jung 0

Die neuen HP cCell Services sind gebrauchsfertige IT-Dienste, die über standardisierte Cloud-Zellen (cCells) bereitgestellt werden. Die dezentral betriebenen cCell-Dienste lassen sich über eine zentrale Makler-Plattform zusammenschalten, sodass sie über mehrere Cloud-Zellen hinweg genutzt oder über gemeinsame Marktplätze bereitgestellt werden können. Kunden bezahlen für die Nutzung der HP cCell Services verbrauchsabhängige monatliche Gebühren.

Den HP-Reseller wird so der Aufbau eines Cloud- Geschäftsmodells ohne Investition in Rechenzentren ermöglicht. Der Betrieb erfolgt im Partner-RZ oder in HP-RZ, die Händler können ein wachsendes SaaS-Angebot nutzen. Die Partner können gegenüber den Kunden mit ihrer eigenen Marke auftreten, ohne dass HP unbedingt in Erscheinung treten muss.

Die genauen Preise stehen noch nicht final fest, für die Partner gibt es ähnliche Margen wie beim Hardware-Verkauf. Software- und Systemhäuser können ihr eigenes Cloud-Angebot mit Diensten aus dem Standard-cCells-Angebot von HP und anderen HP-Partnern anreichern. Die cCell-Dienste sind über einen Service-Katalog in verschiedenen Leistungsklassen zu einem definierten Preis pro Monat bestellbar. Der Kunde oder HP-Partner kann die Dienste nach einem definierten Zeitraum wieder abbestellen oder deren Volumen und Ausstattung verringern. Als erster HP cCell Service ist ab Anfang März Rechenleistung auf der Grundlage virtueller Windows- und Linux-Server inklusive Speicher und Backup verfügbar. Weitere Applikations- und Infrastruktur-Dienste von HP und von HP-Partnern werden im ersten Halbjahr 2012 folgen. Über ein spezielles Cloud-Partnerprogramm (HP Preferred Cloud Partner Program) qualifiziert und unterstützt HP regionale Anbieter, die auf der Grundlage des cCells-Modells eigene Cloud-Angebote aufbauen wollen.

Technisch sind die cCells Black Boxes, in denen Blade Server, Storage und Netzwerk integriert sind, jeweils mit HP-Komponenten. Die kleinste Zelle besteht aus drei Racks, das erste mit 16 Blades, das zweite mit 20 TB Storage und das dritte mit dezentralen Komponenten des cCell Broker. Die Zellen werden von HP in zwei Rechenzentren in Rüsselsheim und Frankfurt betrieben. HP erwartet, dass die Mehrzahl der Kunden auf diese beiden Rechenzentren zugreifen wird. Große Systemhäuser oder Distributoren können dabei als Cloud Broker auftreten.

„Cloud-Modelle werden sich hierzulande nur über den Mittelstand und die regionalen IT-Anbieter in der Fläche durchsetzen“, sagt Volker Smid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH. „Die dezentrale deutsche IT-Landschaft braucht ein dezentrales Cloud-Modell.

 

 


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